Notsignalgeber

Zu jeder Tages- und Nachtzeit besteht die Gefahr für Feuerwehrleute, in den oft lebensge­fährlichen Einsätzen ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen. Gerade Atemschutzgerä­teträger sind beim Aufenthalt in brennenden Gebäuden, sei es um überlebende Per­sonen zu retten oder das Feuer zu bekämpfen, besonderen Gefahren ausgesetzt. Oft entstehen Situationen, in denen es nur von der Einschätzung eines jeden Feuer­wehrangehörigen selbst abhängt, ob man sich in Anbetracht der vorliegenden Lage für ein weiteres Vordringen in das Brandobjekt oder für einen Rückzug entscheidet. Schon ein kurzes Zögern genügt für eine ungewollte Fehleinschätzung der Lage und die Kameraden verunglücken. Um sich in Notsitua­tionen sowohl aus eigener Kraft als auch automatisch bemerkbar zu machen, wurden die so genannten Totmannmelder bzw. Notsignalgeber entwickelt. Der Notsignalgeber ist ein etwa zigarettenschachtelgroßes, elektronisches Gerät, das einen Alarm auslöst wenn sich ein Atemschutzgeräteträger für eine gewisse Zeit nicht mehr be­wegt. Dies kann zum Beispiel durch einen Sturz oder eine Verletzung passieren. Zu­nächst gibt es nach 25 Sekunden Bewegungslosigkeit einen akustischen und opti­schen Voralarm. Diesen kann der Feuerwehrmann durch einfaches bewegen zurück­setzen. Passiert dies nach weiteren 15 Sekunden nicht, gibt es einen akustischen und optischen Hauptalarm. Ist es hierzu gekommen oder hat der Geräteträger diesen manuell ausgelöst, kann das Gerät nur mit dem Schlüsselschalter, welcher vor dem Einsatz bei der Atemschutzüberwachung abgegeben werden muss, zurückgesetzt werden. Somit hilft dieses Gerät dem Sicherungstrupp den verunfallten Geräteträger schneller zu lokalisieren. Um die technische Funktionalität auch bei hohen Temperaturen zu gewährleisten, ist der Melder zusätzlich mit einem Temperatursensor ausgestattet. Dieser warnt den Träger bei langer Beanspruchung in hohen Temperaturen mit ei­nem lauten, rasch klingelnden Ton, vor möglichen Temperaturschäden oder hier­durch bedingte Funktionsstörungen der Elektronik.

Bei der Kronauer Feuerwehr kommen Geräte des Fabrikats Auer motionScout zum Einsatz.

Technische Daten:

Gewicht:              230 g

Maße:                  100 x 75 x 45 mm

Gehäusematerial: überspritztes 2K

Gehäuseschutz:    IP 67

Alarm:                 95 dB in 3m, zwei ultrahelle LEDs

Voralarm:            zwei Signale pro Sekunde reduzierte Lautstärke

Vollalarm:            drei Signale pro Sekunde maximale Lautstärke