Gefahren im Straßenverkehr zur Herbstzeit

20060415_003Mit Beginn des Herbstes häuft sich deutschlandweit die Zahl der Verkehrsunfälle. Eine Ursache hierfür ist, dass viele Verkehrsteilnehmer sich auf die nun gefährlicher werdenden Straßen- und Wetterverhältnisse noch nicht eingestellt haben. Fahrbahnoberflächen nehmen im Herbst ihre ganz “eigenen” Beschaffenheiten an, es tritt häufig Nebel auf und sinkende Temperaturen sorgen mitunter für überfrierende Nässe. Durch regennasse und oft zusätzlich mit Laub bedeckten Straßen oder dichter Nebel kommt es sehr schnell zu mitunter schweren Verkehrsunfällen. Aus diesem Grund “runter vom Gas” und Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug vergrößern. Zeitverzögerungen sollten im Herbst wie auch im Winter bei allen Fahrten mit einkalkuliert werden.

Einige Handgriffe an ihrem Fahrzeug sollten Sie bereits vor Herbstbeginn erledigt haben:

Hier einige Tipps für eine möglichst unfallfreie Fahrt durch den Herbst:

Straßenverhältnisse:

Nebel:

Wildwechsel:

Jetzt, wo die Tage kürzer werden, steigt die Gefahr von Wildunfällen stark an. Meist ist zu hohe Geschwindigkeit die Ursache. Zudem fallen Morgen – und Abenddämmerung mit den Hauptverkehrszeiten zusammen. Gerade zu dieser Zeit ist auch vermehrt Wild unterwegs. Daher: unbedingt die Warntafeln vor Wildwechsel beachten. Das Tempo reduzieren und in den Walddurchfahrten immer bremsbereit sein. Denken Sie auch daran, dass nach einem ersten Wildwechsel weitere Tiere folgen können („Nachzügler“).

Durch seine Verbreitung sowie seinem Verhalten entsprechend ist das Rehwild mit großem Abstand am häufigsten an Wildunfällen beteiligt. Durch sein spontanes und rasches Flüchten mit möglichen Wendungen und erneutem Betreten der Fahrbahn ist das Verhalten von Rehen in Gefahrensituationen auf oder an Straßen nicht kalkulierbar.

Kaum jemanden ist bewusst, dass bei über 250 000 Wildunfällen in Deutschland, bei denen Sachschäden in Höhe von mehr als 125 Mio. Euro zu verzeichnen sind, 3400 Kraftfahrer verletzt und ca. 30 Menschen getötet werden. Dazu werden Wildschäden oft unterschätzt. So erreicht ein nur 17 Kilogramm schweres Stück Rehwild bei einer Kollision mit einem 100 Stundenkilometer schnellem Pkw ein Aufschlaggewicht von knapp einer Tonne !

Geschwindigkeit Gewicht / Wild Aufschlaggewicht
50 km/h 17 Kilogramm schwerer Rehbock 425 kg
70 km/h 17 Kilogramm schwerer Rehbock 850 kg

50 km/h 80 Kilogramm schwerer Keiler 2000 kg
70 km/h 80 Kilogramm schwerer Keiler 4000 kg

Quelle: Polizei Rheinland Pfalz

Fahren Sie nachts in bewaldeten Gebieten – wann immer möglich – mit Fernlicht. So wirken die Augen von Wildtieren wie Rückstrahler und sind besser zu erkennen. Taucht Wild im Schweinwerferlicht auf, sofort abblenden, bremsen und hupen. Lässt sich ein Zusammenprall nicht mehr vermeiden, Lenkrad gut festhalten, bremsen und geradeaus weiterfahren. Ausweichmanöver können schlimme Folgen haben, auch für andere Verkehrsteilnehmer !

Haben Sie ein Tier angefahren:

Mehr Informationen zum Thema “Sicher unterwegs” finden Sie beim ADAC.