Übung auf der Atemschutzstrecke

Die jährliche Belastungsübung unter AtemschutzIMG_0613

Alle Jahre wieder … muss sich der Feuerwehrmann mehr oder weniger beliebten Herausforderung stellen. Neben der für den Atemschutzeinsatz obligatorischen ärzt­lichen Untersuchung, der sogenannten „G26“ (eigentlich „arbeitsmedizini­sche Vor­sorgeuntersuchung nach dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 26.3“) ge­hört auch die in der Feuerwehrdienstvorschrift 7 vorgeschriebene,  jährlich durchzu­führende Belastungsübung für Atemschutzgeräteträger dazu.
Der Übungsdienst am vergangenen Donnerstag führte aus diesem Grund sechs un­serer Kameraden auf die Atemschutzübungsstrecke an der Landesfeuerwehrschule Bruchsal.  

Das Übungsprogramm: Strecke, Laufband, Hammer, Leiter, … immer weiter.

IMG_0611Schon vom Atemschutzlehrgang ist das Prozedere bekannt. Anlegen der Atem­schutzgeräte, Durchführung der Übung, Ablegen der persönlichen Schutzausrüstung. Was hier in einem Satz zusammengefasst wurde, ist jedoch nicht so einfach. Die Belastungsübung dauert mindestens 20 Minuten und besteht aus einem ordentlichen Sportprogramm. Im Einzelnen stehen dabei folgende Übungsteile an: Endlosleiter, Hammer ziehen, Laufband, Treppenaufgang in das 2. OG, Durchlaufen der abge­dunkelten und vernebelten Atem­schutzstrecke bestehend aus zwei Etagen Gitterkä­fig mit diversen Hindernissen und Engstellen. Abschließend nochmals Endlosleiter, Hammer ziehen und Laufband. Ne­ben der persönlichen Schutzkleidung inklusive Gurt, Helm und Handschuhen trägt man dabei den weit über 10 kg schweren Pressluftatmer auf dem Rücken. Alles in allem erhöht sich das Körpergewicht um gut und gerne 20 Kilo. Bedingt durch das zusätzliche Gewicht und den durch die dicke Kleidung reduzierten Wärmeaustausch kommt man so schnell ins Schwitzen. Der Flüssigkeitsverlust muss daher – wie nach jedem Atemschutzeinsatz – natürlich schnell wieder ausgeglichen werden.

Das Ergebnis: Wir sind fitIMG_0612

Am Ende der Belastungsübung war in allen Pressluftflaschen noch etwas Luft übrig, die Übung wurde von allen Kameraden bestanden. Die sechs Teilnehmer erhielten ihren „TÜV-Stempel“ und sind damit voll einsatzfähig.