Tanklastzug löst Großeinsatz aus

Ein Leck geschlagener Tanklastzug einer Mineralölspedition aus Ehingen hat am Freitagabend gegen 18.30 Uhr auf der K 3575 in Höhe des Kronauer Gewerbegebiets einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst ausgelöst.

Wie die Polizei mitteilte, zerstörte vermutlich ein bei einer Kurvenfahrt  heruntergefallenes Werkzeug ein sogenanntes Schauglas, wodurch aus diesem Superbenzin auf die Fahrbahn austrat. Der 32-jährige Fahrer des noch mit über 10 000 Litern mit Kraftstoff befüllten Fahrzeugs bemerkte das Auslaufen seiner Fracht während der Fahrt und brachte den Tankzug in einer Haltebucht zum stehen. Die alarmierte Feuerwehr aus Kronau sperrte aufgrund der anfangs bestandenen Explosionsgefahr den Bereich weiträumig ab und streute das bereits ausgelaufene Benzin mit Bindemittel ab. Des weiteren wurde ein Spezialbehälter zum Auffangen des Kraftstoffs im Bereich der Leckage in Stellung gebracht sowie der Brandschutz mittels Schaumrohr sichergestellt. Durch das schnelle Handeln der Feuerwehr konnte so eine Kontamination des Bodens und des Grundwassers mit dem Gefahrstoff verhindert werden. Da auch mit dem inzwischen von der Feuerwehr Kirrlach eingetroffenen Rüstwagen weder ein Abdichten des Lecks noch ein Abpumpen des Benzins möglich war und zunächst davon ausgegangen werden musste, dass nahezu 4000 Liter Kraftstoff aus dem Tankzug in ein anderes Behältnis umzupumpen seien, wurden sowohl der Abrollbehälter Gefahrstoffaufnahme der Berufsfeuerwehr Karlsruhe als auch der Gefahrgutzug Nord alarmiert. Mit dessen Spezialausrüstung und in Zusammenarbeit mit einem von der betroffenen Spedition zur Einsatzstelle herbeigeeilten Monteur gelang es schließlich, ein neues Schauglas einzusetzen und das Austreten des Superbenzins zu stoppen. Parallel dazu wurden Messungen durchgeführt, um eine mögliche Explosionsgefahr feststellen zu können. Abschließend veranlasste die Polizei eine Nassreinigung der Fahrbahn, die von einer Spezialfirma durchgeführt wurde.

Zur Absicherung der Einsatzkräfte war der Rettungsdienst unter der Leitung der Organisatorischen Leiterin Susanne Klostermann mit drei Rettungswagen, einem Notarzt und der Ortsgruppe Kronau im Einsatz. Die ehrenamtlichen Helfer versorgten die Einsatzkräfte. Die Feuerwehren Kronau und Kirrlach sowie der Gefahrgutzug Nord und die Berufsfeuerwehr Karlsruhe waren mit insgesamt 17 Fahrzeugen und 104 Mann unter der Leitung von Kommandant Bernd Eder im Einsatz. Die Einsatzleitung wurde von Bürgermeister Jürgen Heß und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Jürgen Bordt unterstützt. Die Polizei war mit insgesamt drei Fahrzeugen und sechs Beamten an der Einsatzstelle tätig. Außerdem war ein Vertreter des Landratsamtes vom Fachbereich Umwelt an der Einsatzstelle, um etwaige weitere Maßnahmen abzuklären. Verletzt wurde durch das Ereignis glücklicherweise niemand. Die Schadenshöhe ist noch unklar.

Test: dim
Fotos: dim/Schaaf