Sturmtief Xynthia fordert die Feuerwehr

Mehrere Einsätze für die Kronauer Wehr

Sturmtief „Xynthia“, das von Frankreich in Richtung Baden-Württemberg unterwegs war, erreichte am Sonntag gegen 12.30 Uhr den Stadt- und Landkreis Karlsruhe.

Als die Verantwortlichen der Feuerwehrleitstelle feststellen mussten, dass die Intensität des Sturmes zunahm, alarmierten sie die Leitstellenunterstützungsgruppe, so dass innerhalb kürzester Zeit alle zur Verfügung stehenden Notrufabfrageplätze besetz werden konnten. Durch diese Maßnahme war man gut gerüstet als der Sturm mit Geschwindigkeiten von über 80 km/h und in den Spitzen bis zu 126 Km/h über den Stadt und Landkreis fegte.
Der Landkreis war zunächst nicht so stark betroffen wie der Stadtkreis, was sich aber im Laufe des Nachmittags änderte. Im gesamten Kreisgebiet wurden Bäume entwurzelt, Dächer beschädigt und abgedeckt, Ziegel von den Häusern geweht. Es kam auch zu Verzögerungen im Schienenverkehr zwischen Karlsruhe und Bruchsal. Die Drehleitern der Feuerwehren im Stadt- und Landkreis Karlsruhe waren permanent im Einsatz, um bei Sicherungsarbeiten zu unterstützen. Auffällig waren auch viele Einsätze, bei denen herumfliegende Teile von Baustellen gesichert werden mussten.
Die aus den Erfahrungen beim Orkan „Lothar“ resultierenden Planungen griffen und viele Feuerwehren richteten frühzeitig ihre Führungsstellen ein, sodass Einsätze gebündelt weitergegeben und so die Koordination vereinfacht werden konnte.
Die Einsatzzahlen gegliedert nach Stadt- u. Landkreis waren im Zeitraum von 12.30 Uhr bis gegen 19 Uhr 200 Einsätze in der Stadt Karlsruhe und 230 Einsätze im Landkreis. Von der Berufsfeuerwehr Karlsruhe war vom A-Dienst Oberbrandrat Lothar Brendel und von Landkreis der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus Mayer in der Feuerwehrleitstelle, um sich ein Bild der Einsatzlage zu machen. Genaue Zahlen über die Einsätze dieses Sturmsonntag können erst im Laufe des Montages ermittelt werden.

Quelle:  Bericht KFV Karlsruhe

Die Auswirkungen des Orkantiefs Xynthia riefen auch die Kronauer Wehr auf den Plan. So mussten beispielsweise beim ehemaligen Modehaus Frank Glasscherben von der Straße entfernt werden. Dort hatte der starke Wind eine Glasscheibe aus der maroden Verankerung gerissen. Die Einsatzkräfte schlossen die entstandene Gebäudeöffnung zudem mit Spanplatten. Die Feuerwehrleute um Kommandant Bernd Eder entfernten außerdem ein Verkehrshindernis beim Einkaufszentrum und einen entwurzelten Baum, der eine Straße blockierte.