Archiv für April, 2011

Netzwerktechnik hält Einzug ins Feuerwehrgerätehaus

IMG_2274„Die Feuerwehr hat mir schon so oft geholfen, jetzt bin ich an der Reihe“, war un­längst von Uwe Schuhmacher von der Firma Schuhmacher EDV – Systeme zu hö­ren, als er mit seinem Team im Feuerwehrgerätehaus die Arbeit aufnahm. Gemeint hatte er damit, dass die Kronauer Floriansjünger in der Vergangenheit schon einige Male bei ihm zum Auspumpen des Kellers angerückt waren. Als die Anfrage von Kommandant Bernd Eder kam, sah es Schuhmacher so als selbstverständlich an, das Feuerwehrhaus auf den neusten Stand der Netzwerktechnik zu bringen und das gesamte Netzwerk kostenfrei zu konfigurieren.

Durch die verstärkte Einsatz- und Ausbildungsaktivität, aber auch durch immer neue Anforderungen an die Feuerwehren seitens der Landesverwaltung ist eine Vernet­zung der EDV heute extrem wichtig. Gerade auch wenn man weiterhin all diesen Anforderungen auf hohem Niveau begegnen möchte. Dazu gehören beispielsweise auch die Prüfung der diversen Geräte und deren Dokumentation. Exemplarisch sei hier der Bereich Atemschutz genannt. Nicht nur die Anforderungen an die Geräteträ­ger selbst, sondern auch an die zuständigen Atemschutzgerätewarte haben in den letzten Jahren an Umfang und Intensität zugenommen. Vorteil der Vernetzung ist die gemeinsame Nutzung von Ressourcen der PCs untereinander. Dies betrifft unter an­derem die interne Feuerwehrverwaltung, den Zugriff auf einen oder mehrere Drucker sowie den Internetzugang. Weiterhin speichern Datennetzanlagen die Programme einmal auf einem Computer. Jeder Nutzer kann darauf zurückgreifen, oder auch nicht  wenn es nicht gewünscht ist. Sie sparen teuren Speicherplatz.

Funktionieren kann dies alles aber nur mit einem reibungslos laufenden Netzwerk, welches Uwe Schuhmacher mit seinem Team professionell und unter hohem zeitli­chen Aufwand aufgebaut hat. So mussten die Einzelarbeitsplätze konfiguriert und Programme neu installiert werden. Weiterhin galt es die vorhandenen Daten ins neue System zu übernehmen und Sicherheitsupdates durchzuführen. Natürlich ließ es sich die Feuerwehr nicht nehmen, auch selbst ein wenig Hand mit anzulegen. So sorgte Jugendfeuerwehrwart und Fachmann Christoph Ament mit Wanddurchbrü­chen, Verlegen von Kabelkanälen und Leitungen und dem Anschluss der Netzwerk­dosen für die notwendige Infrastruktur.

Die Kronauer Feuerwehr verfügt nun über vier Einzelarbeitsplätze, die miteinander verknüpft sind und über einen Server laufen. Im Zusammenspiel mit der schon seit Jahren bewährten und deutschlandweit renommierten Feuerwehrsoftware MP Feuer, entwickelt von der Kronauer Firma MP Soft 4U, ergibt sich ein sehr modernes und leistungsfähiges System zur Verwaltung aller relevanten Daten. Dies bedeutet natür­lich auch eine enorme Arbeitserleichterung für alle Beteiligten. Die Feuerwehr Kronau bedankt sich nochmals bei der Firma Schuhmacher EDV – Systeme für die selbstlos geleistete Arbeit zugunsten der ehrenamtlichen Retter.

Brandschutzerziehung der 3. Klassen – Der etwas andere Schulunterricht

Was machen Kinder im Optimalfall, wenn es plötzlich daheim brennt und sie sind alleine zu Hause? Dies den Kindern zu vermitteln war das Ziel von Kommandant Bernd Eder in der Brandschutzerziehung bei den Schülerinnen und Schülern der 3. Klassen der Erich Kästner Schule. Zusammen mit seinem Stellvertreter Tobias Röth und der Vertreterin der Jugendfeuerwehr Corina Edinger waren fast 50 Kinder mit den zuständigen Lehrkräften ins Feuerwehrhaus gekommen.

Zunächst durften die Kinder den Feuerwehrchef mit Fragen löchern, bevor konkret ins Programm eingestiegen wurde. Die wichtigste Frage war zunächst, wie ein Notruf richtig abzusetzen ist. Die Kinder durften genau das mit einem Telefonsimulator üben und einen Notruf bei der Feuerwehrleitstelle absetzen. Und da kamen allerhand Überraschungen zum Vorschein. Beispielsweise brannte beim kleinen Nick das ganze Haus und bei der kleinen Marie-Luise der Teppich. Bernd Eder ging insbesondere auf die fünf „W“ ein, deren Erläuterung bei solchen Brandschutzerziehungen obligatorisch ist. „Aber was muss beachtet werden wenn die Feuerwehr alarmiert ist?“, ging der Kommandant auf weitere zu beachtende Schritte ein. Dabei zeigte er den Schülern auch die Funktionsweise eines Meldeempfängers. „Hier geht jetzt der Alarm drauf und die Feuerwehrleute fahren so schnell wie möglich ins Feuerwehrhaus, um sich mit der Einsatzkleidung auszurüsten und die Fahrzeuge zu besetzen, damit der Brand bei euch schnell gelöscht werden kann“, erklärte Bernd Eder die Abläufe nach einem abgesetzten Notruf.

Natürlich interessierten sich alle auch für die Ausrüstungsgegenstände, die bei einem Einsatz zu tragen sind. Eine komplett ausgestattete Atemschutzgeräteträgerin war zu bestaunen und anzufassen. Die Verdeutlichung der Wichtigkeit eines Rauchmelders in der Wohnung bildete den Abschluss der Theorie, bevor alle die Feuerwehrfahrzeuge eingehend inspizieren konnten. Gestärkt mit einer Brezel und einem Getränk, ein kleines Präsent in Form eines Trinkbechers der Jugendfeuerwehr und eine Teilnahmeurkunde in Händen, ging es dann mit den Einsatzfahrzeugen in die benachbarte Schule zum normalen Unterricht zurück.

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Text u. Fotos: Andreas Henninger

Jugendfeuerwehr mit erstem Platz beim Indiaca-Turnier

Am Samstag fand in der Forster Waldseehalle das diesjährige Indiaca – Turnier der Jugendfeuerwehren des Landkreises Karlsruhe statt. 45 Mannschaften mit insgessamt 277 Jugendlichen nahmen daran teil. Die Kronauer Jugendfeu­erwehr war mit zwei Mannschaften in der Altersgruppe der unter 13jährigen vertreten.

In der Mannschaft Kronau 1 spielten: Darian Wittrowski, Tim Reminder, Tim Bauer, Niclas Just und Kevin Moch.

In der Mannschaft Kronau 2 spielten: Michelle Adler, Jan Müller, Michaela Marterer, Maximilian Stippich und Nils Rekus.

SAM_0043In den Vorrundenspielen am Vormittag traten sämtliche Mannschaften gegeneinander an. Aufgrund der Ergebnisse aus diesen Vorrundenspielen wurden im Anschluss Ligen gebildet. In der Altersgruppe der unter 13jährigen entstanden drei Ligen, die dann am Nachmittag ausgespielt wurden. Trotz großem Kampf in den einzelnen Spielen blieb die Mannschaft Kronau 2 in ihrer Liga ohne Sieg. Die Mannschaft Kronau 1 hingegen war mit fünf Siegen und einem Unentschieden das erfolgreichste Team in ihrer Liga und errang den ersten Platz.

Ein großer Dank gebührt Kevin Edinger, Jonas Drach und Anna-Lena Marterer, die, obwohl sie leider aufgrund ihres Alters nicht mitspielen konnten trotzdem mitgefahren sind, um die Spielenden zu unterstützen.

Unter den Augen von Kommandant Bernd Eder und seinem Stellvertreter Tobias Röth nahmen die Jugendlichen stolz ihren Pokal für den ersten Platz in Empfang.
Zum Abschluss wollen wir uns noch einmal recht herzlich bei unserer Jugend bedanken, die den ganzen Tag so hart gekämpft hat. Wir sind stolz auf euch und freuen uns schon auf die kommenden Wettkämpfe und das Kreisjugendzeltlager.                                                                                                               Euer Jugendleiterteam

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Lagerhallenbrand (Überlandhilfe)

Eine Lagerhalle konnte die Feuerwehr Bad Schönborn mit Unterstützung der Feuerwehr Kronau bei einem Brand am Montagnachmittag in der Mingolsheimer Hölderlinstraße halten. Kurz vor 16 Uhr waren die beiden Abteilungen der Feuerwehr Bad Schönborn zu einem Garagenbrand alarmiert worden. Tatsächlich brannten an einer überdachten Laderampe mehrere Paletten. Die Flammen hatten sich bereits durch das Dach durchgefressen und drohten auf die Halle überzugreifen. Aufgrund dieser Lage wurde die Feuerwehr Kronau mit einem weiteren Löschfahrzeug zur Unterstützung nachgefordert.

Während Atemschutzträger der Abteilung Mingolsheim mit einem Rohr gegen die Flammen vorgingen, sicherten Kräfte der Abteilung Langenbrücken im Inneren der bereits teilweise verrauchten Halle die Wand und das Dach zum Brandherd hin ab. Nachrückende Kräfte schützten von verschiedenen Seiten von außen das Dach, das auch mit der Drehleiter kontrolliert wurde. Durch den schnellen und gezielten Einsatz der Feuerwehr konnte die Halle gehalten werden. Dennoch entstand am Gebäude Schaden von mehreren zehntausend Euro. Die im Gebäude gelagerten Lebensmittel wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.

Die Feuerwehren aus Bad Schönborn und Kronau waren mit rund 50 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen etwas über eine Stunde im Einsatz. Der Rettungsdienst, der mit einem Rettungswagen vor Ort war, musste glücklicherweise nicht tätig werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.                                                            (tor)

Ölspur

Eine kleinere Ölspur wurde mit Bindemittel abgestreut und das kontaminierte Streugut zur fachgerechten Entsorgung wieder aufgenommen.

Feuerwehr beim Heidigfest aktiv

Am vergangenen Wochenende beteiligte sich die Kronauer Feuerwehr beim Heidigfest. So stand der Sonntag unter dem Motto „Rauchmelder sind Le­bensretter“. In Wort und Bild, aber auch anhand von Demonstrationen wurde den Besuchern gezeigt, dass im Fall eines Brandes nicht unbedingt das Feuer seine zerstörerische Kraft entfaltet. Es ist der Brandrauch, der zur tödlichen Gefahr wird. Der erhöhte Kohlenmonoxidgehalt bewirkt, dass Schlafende ohnmächtig werden, ohne vorher aufzuwachen. „Die Nase kann die Gefahr nicht melden”, wussten die Floriansjünger die aufmerksamen Zuhö­rer zu informieren, „hier muss der Rauchmelder die Aufgabe übernehmen, bevor es zu spät ist.” Beim Kauf von Rauchmeldern sollte der Bürger auf die Qualität der Geräte achten. Neben der Rauchmelderaktion präsentierte die Feuerwehr ihre Einsatzfahr­zeuge, die von Jung und Alt gleichermaßen interessiert in Augenschein genommen wurden. Den Höhepunkt markierte die kommentierte Schauübung am Sonntagmittag. Hierbei konnten die zahlreichen Zuschauer eine Patientenrettung nach einem Verkehrsunfall verfolgen. Da das Auto auf dem Dach lag, galt es zunächst den Pkw mit dem Stabilisierungssystem Stab-Fast zu sichern. Der in seinem Gurt kopfüber hängende Fahrer, simuliert durch einen Dummy, musste dann so schnell wie möglich stabilisiert werden. Dies geschieht durch den sogenannten „inneren Retter“, einer Einsatzkraft von Feuerwehr oder Rettungsdienst. Diese Stabilisierung ist unbedingt notwendig, um ein Hängetrauma zu vermeiden. Dies ist ein lebensbedrohlicher Schockzustand, welcher bei längerem bewegungslosen freien Hängen in einem Gurtsystem auftreten kann. Die erzwungene aufrechte Körperhaltung führt dabei zu einem Versacken des Blutes in herabhängenden Körperteile. Bei allen Rettungsmaßnahmen steht immer das Wohl des Verunglückten im Vordergrund. Weiterhin wird dieser während der gesamten Rettung von Notarzt und Rettungsdienst betreut und überwacht. Eine sogenannte “Crash-Rettung” erfolgt nur in absoluten Notfällen. Die Übung zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass die zahlreichen Besucher eine Vielzahl an technischen Einsatzmitteln sowie die professio­nelle Arbeitsweise der Feuerwehr hautnah beobachten konnten.

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