Archiv für Oktober, 2010

Überlandhilfe Lagerhallenbrand

8bdc838485Zwei Lagerhallen wurden bei dem Großbrand in Ubstadt-Weiher am Freitagabend völlig zerstört. Mehreren hundert Feuerwehrleuten gelang es jedoch, eine weitere Lagerhalle, ein Verwaltungsgebäude sowie ein benachbartes Wohnhaus zu halten. Kurz vor 20 Uhr war der Brand auf dem Gelände einer Spedition im Ortsteil Ubstadt bemerkt worden. Als die ersten Kräfte der Feuerwehr eintrafen, standen zwei der Lagerhallen auf dem Areal in der Straße Zum Grenzgraben bereits in Flammen. Zudem hatte das Feuer bereits auf mehrere Sattelzüge und Auflieger übergegriffen. Die Bewohner eines nahe gelegenen Wohnhauses, an dem bereits die Rollläden schmolzen und Fensterscheiben platzten, konnten sich selbst in Sicherheit bringen.

Aufgrund der Ausdehnung des Feuers und der enormen Brandlast forderte Kommandant Mario Dutzi rasch Unterstützung der Feuerwehren aus den Nachbargemeinden an. Die Feuerwehrleute mussten jedoch vorübergehend zurückgezogen werden, da zu Beginn der Löscharbeiten immer wieder Gasflaschen explodierten und die Reifen der brennenden Lastwagen explosionsartig zerknallten. Mit massiven Riegelstellungen konnten die Einsatzkräfte jedoch eine dritte, nur wenige Meter entfernte Lagerhalle und das Verwaltungsgebäude der Spedition schützen. Zudem wurde ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus und weitere Lastwagen verhindert.

Nachdem von Hardtsee mehrere Leitungen zur Löschwasserversorgung zur Einsatzstelle verlegt waren, forcierte die Feuerwehr die Löscharbeiten. Dabei kamen neben mehreren Wasserwerfern die Wenderohre von zwei Drehleitern zum Einsatz. Es gelang so, die Flammen einzudämmen und den Brand unter Kontrolle zu bringen. Jedoch herrschten unter den Trümmern der beiden zusammengestürzten Hallen enorme Temperaturen. Mit dem Gelenkmast der Werkfeuerwehr der Daimler AG Gaggenau konnte gezielt gegen diese vorgegangen werden.

Gegen 2 Uhr konnten die ersten der über 300 Einsatzkräfte von Freiwilligen Feuerwehren und Werkfeuerwehren aus dem gesamten Landkreis sowie der Berufsfeuerwehren Karlsruhe, Mannheim und Pforzheim aus dem Einsatz herausgelöst werden. Die weiteren Maßnahmen an der Brandstelle, die inzwischen vom THW großflächig ausgeleuchtet wurde, beschränkte sich auf Nachlöscharbeiten, da am Morgen zunächst die Trümmer der Hallen mit schwerem Gerät auseinandergezogen werden müssen, bevor die Flammen endgültig erstickt werden können.

Während der Löscharbeiten führten Experten des Gefahrgutzuges “Nord” Messungen in den umliegenden Gemeinden durch. Es konnten jedoch trotz der enormen Rauchentwicklung keine gefährlichen Konzentrationen von Schadstoffen festgestellt. Trotzdem wurden die Anwohner vorsorglich mit Lautsprecher- und Radiodurchsagen aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

5dc61c2090Zeitweise waren unter Leitung von Kommandant Mario Dutzi, der vom Bezirksbrandmeister Jürgen Link, Kreisbrandmeister Thomas Hauck, dem Feuerwehrführungsstab “West” und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung unterstützt wurde, bis zu 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, DRK und THW vor Ort. Alleine über 60 Helfer des DRK standen unter Führung des Leitenden Notarztes Dr. Richard Spörri bereit, um die übrigen Einsatzkräfte abzusichern und zu versorgen.

Die Nachlöscharbeiten dürften sich voraussichtlich noch längere Zeit hinziehen. Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt, jedoch hat die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden geht in die Millionen.

Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Die Bewohner des Nachbarhauses kamen bei Verwandten und in einem Gasthof unter.

Bürgermeister Tony Löffler, der sich zu Besuch in der Partnergemeinde Nünchritz befand, eilte noch in der Nacht zurück nach Ubstadt-Weiher.

Text und Bilder: tor

Nachlöscharbeiten verlaufen schneller als erwartet

Weitaus rascher als erwartet verlaufen die Nachlösch- und Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Großbrand in Ubstadt-Weiher.  Durch den Einsatz von zwei Radladern des THW, das mit 25 Kräften aus Waghäusel, Karlsruhe und Pforzheim vor Ort ist, und eines 100 Tonnen-Krans sowie mehrerer Bagger und Radlader von Privatunternehmen konnten die Trümmer der beiden völlig niedergebrannten Lagerhallen zügig auseinandergezogen werden. Kräfte verschiedener Feuerwehren löschen derzeit die letzten Brandnester ab. In der Einsatzleitung ist man zuversichtlich, dass die Löscharbeiten bis zum Abend abgeschlossen werden können.
Im Laufe des Morgens führten Kräfte des Gefahrgutzuges “Nord” erneut Messungen in den umliegenden Gemeinden durch. Bedingt durch die Witterung hatte sich der Brandrauch wie eine Dunstglocke über Ubstadt-Weiher und einige Nachbarorte festgesetzt. Zwar wurde keine Gefährdung für die Bevölkerung festgestellt, jedoch kam es zu erheblichen Geruchsbelästigungen. Das gleiche Ergebnis erbrachten Messungen im benachbarten Rhein-Neckarkreis, wo der Brandgeruch, wie auch in Speyer, ebenfalls festzustellen war.
Als besonders hilfreich erwies sich die enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung. Bürgermeister Tony Löffler war noch in der Nacht aus der sächsischen Partnergemeinde Nünchritz zurückgekehrt und hatte die Einsatzleitung vor Ort unterstützt.

 

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Text u. Fotos: tor

 

 

Großbrand zerstörte zwei Lagerhallen

8bdc838485Zwei Lagerhallen wurden bei dem Großbrand in Ubstadt-Weiher am Freitagabend völlig zerstört. Mehreren hundert Feuerwehrleuten gelang es jedoch, eine weitere Lagerhalle, ein Verwaltungsgebäude sowie ein benachbartes Wohnhaus zu halten. Kurz vor 20 Uhr war der Brand auf dem Gelände einer Spedition im Ortsteil Ubstadt bemerkt worden. Als die ersten Kräfte der Feuerwehr eintrafen, standen zwei der Lagerhallen auf dem Areal in der Straße Zum Grenzgraben bereits in Flammen. Zudem hatte das Feuer bereits auf mehrere Sattelzüge und Auflieger übergegriffen. Die Bewohner eines nahe gelegenen Wohnhauses, an dem bereits die Rollläden schmolzen und Fensterscheiben platzten, konnten sich selbst in Sicherheit bringen.

Aufgrund der Ausdehnung des Feuers und der enormen Brandlast forderte Kommandant Mario Dutzi rasch Unterstützung der Feuerwehren aus den Nachbargemeinden an. Die Feuerwehrleute mussten jedoch vorübergehend zurückgezogen werden, da zu Beginn der Löscharbeiten immer wieder Gasflaschen explodierten und die Reifen der brennenden Lastwagen explosionsartig zerknallten. Mit massiven Riegelstellungen konnten die Einsatzkräfte jedoch eine dritte, nur wenige Meter entfernte Lagerhalle und das Verwaltungsgebäude der Spedition schützen. Zudem wurde ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus und weitere Lastwagen verhindert.

Nachdem von Hardtsee mehrere Leitungen zur Löschwasserversorgung zur Einsatzstelle verlegt waren, forcierte die Feuerwehr die Löscharbeiten. Dabei kamen neben mehreren Wasserwerfern die Wenderohre von zwei Drehleitern zum Einsatz. Es gelang so, die Flammen einzudämmen und den Brand unter Kontrolle zu bringen. Jedoch herrschten unter den Trümmern der beiden zusammengestürzten Hallen enorme Temperaturen. Mit dem Gelenkmast der Werkfeuerwehr der Daimler AG Gaggenau konnte gezielt gegen diese vorgegangen werden.

Gegen 2 Uhr konnten die ersten der über 300 Einsatzkräfte von Freiwilligen Feuerwehren und Werkfeuerwehren aus dem gesamten Landkreis sowie der Berufsfeuerwehren Karlsruhe, Mannheim und Pforzheim aus dem Einsatz herausgelöst werden. Die weiteren Maßnahmen an der Brandstelle, die inzwischen vom THW großflächig ausgeleuchtet wurde, beschränkte sich auf Nachlöscharbeiten, da am Morgen zunächst die Trümmer der Hallen mit schwerem Gerät auseinandergezogen werden müssen, bevor die Flammen endgültig erstickt werden können.

Während der Löscharbeiten führten Experten des Gefahrgutzuges “Nord” Messungen in den umliegenden Gemeinden durch. Es konnten jedoch trotz der enormen Rauchentwicklung keine gefährlichen Konzentrationen von Schadstoffen festgestellt. Trotzdem wurden die Anwohner vorsorglich mit Lautsprecher- und Radiodurchsagen aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Zeitweise waren unter Leitung von Kommandant Mario Dutzi, der vom Bezirksbrandmeister Jürgen Link, Kreisbrandmeister Thomas Hauck, dem Feuerwehrführungsstab “West” und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung unterstützt wurde, bis zu 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, DRK und THW vor Ort. Alleine über 60 Helfer des DRK standen unter Führung des Leitenden Notarztes Dr. Richard Spörri bereit, um die übrigen Einsatzkräfte abzusichern und zu versorgen.

Die Nachlöscharbeiten dürften sich voraussichtlich noch längere Zeit hinziehen. Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt, jedoch hat die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden geht in die Millionen.

Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Die Bewohner des Nachbarhauses kamen bei Verwandten und in einem Gasthof unter.

Bürgermeister Tony Löffler, der sich zu Besuch in der Partnergemeinde Nünchritz befand, eilte noch in der Nacht zurück nach Ubstadt-Weiher.

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Text: tor
Bilder: tor/dim

Wassereinsatz

Noch während des Einsatzes in der Seestr. wurde man über Funk zu einem Wasserrohrbruch in die Schillerstraße alarmiert. Da alle Löschfahrzeuge der Kronauer Wehr gebunden waren, wurde ein Fahrzeug der Abteilung Mingolsheim der Bad Schönborner Wehr aus dem Einsatz herausgelöst und fuhr mit einem Kronauer Gruppenführer die Schillerstraße an. Dort war aufgrund eines geborstenen Wasserrohrs der gesamte Keller bereits 20 cm unter Wasser gestanden. Dieser wurde mit zwei Tauchpumpen und zwei Wassersaugern entleert.

Dachstuhlbrand

IMG_3488Sein Leben verlor bei einem Wohnhausbrand der Bewohner einer Dachgeschosswohnung in einem Mehrfamilienwohnhaus in Kronau. Die Freiwillige Feuerwehr Kronau wurde über die Feuerwehrleitstelle Karlsruhe kurz nach 1 Uhr in der Nacht zum Sonntag zu einem Wohnungsbrand alarmiert. Es gingen weitere Notrufe ein und die Anrufer meldeten auch, dass noch Personen im Gebäude vermisst wurden. Zur Unterstützung wurde sofort die Freiwillige Feuerwehr Bad Schönborn mit der Drehleiter und später auch mit weiteren Löschfahrzeugen hinzu alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrfahrzeuge an der Einsatzstelle waren die Flammen schon meterhoch über dem Dach des zweigeschossigen Gebäude sichtbar. Bis auf die Bewohner der Dachgeschosswohnung konnten von der Feuerwehr alle Personen gerettet werden. Eine fünfköpfige Familie wurde aus dem brennenden Gebäude geholt und in Sicherheit gebracht. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen in das Gebäude zur Menschenrettung und zur Brandbekämpfung vor. Über die Drehleiter der Wehr aus Bad Schönborn wurde ein weiterer Löschangriff von außen vorgetragen. Unter der Leitung von Kommandant Bernd Eder waren 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit sechs Löschfahrzeugen und einer Drehleiter an der Brandstelle im Einsatz. Mit mehreren Rohren konnte von der Feuerwehr ein Übergreifen des Brandes auf das benachbarte, direkt angebaute Gebäude verhindert werden. Nach dem Ablöschen des Brandes im Dachgeschoss konnte dort ein Bewohner entdeckt und ins Freie gebracht werden. Für diese Person kam jedoch jede Hilfe zu spät. Glücklicherweise befand sich ein weitere Bewohner, der lange Zeit als im Gebäude vermisst galt, zum Zeitpunkt des Brandes nicht in der Wohnung und kam erst im Verlaufe der Löscharbeiten nach Hause.

Die Arbeit des Rettungsdienstes wurde von Jürgen Weber als organisatorischer Leiter geleitet. Neben den Besatzungen von insgesamt sechs Rettungswagen waren der Leitende Notarzt Richard Spörri, eine Notärztin vom Krankenhaus Bruchsal und die Notfallhilfe Mingolsheim vor Ort. Es waren insgesamt zwanzig Rettungsdienstkräfte von DRK und Malteser Hilfsdienst an der Einsatzstelle tätig. Ein Ehepaar und seine drei Kinder wurden vor Ort von den Notärzten und dem Rettungsdienst ambulant versorgt.

Da die Wohnungen in dem Mietobjekt der Gemeinde Kronau nicht mehr bewohnt werden konnten, wurden die geretteten Personen auf Vermittlung der Gemeindeverwaltung bei Bekannten in Kronau untergebracht. Bürgermeister Jürgen Heß war an der Einsatzstelle vor Ort und koordinierte mit Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung die Unterbringung der Obdachlosen. Ebenfalls vor Ort machte sich der stellvertretender Kreisbrandmeister Jürgen Bordt ein Bild von den Tätigkeiten der Rettungs- und Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Malteser und Polizei. 

Die Polizei sperrte die Einsatzstelle mit insgesamt vier Streifenwagen und acht Beamten ab. Die Polizeikräfte kamen aus Bruchsal und vom Revier Bad Schönborn. Der Kriminaldauerdienst übernahm die Ermittlung der Brandursache, die derzeit noch nicht feststeht. An dem zweigeschossigen Gebäude brannte der Dachstuhl komplett aus und die Wohnungen sind nicht mehr nutzbar. Zur Betreuung des unverletzten Mitbewohners der Dachgeschosswohnung und der Einsatzkräfte waren ein Pfarrer als Notfallseelsorger und zwei Fachberater Seelsorger eingesetzt. Kräfte der Feuerwehren Mingolsheim und Kronau wurden im Laufe der Nachlöscharbeiten abgezogen, um nach einem Wasserrohrbruch in der Kronauer Schillerstraße einen massiv überfluteten Keller auszupumpen. Die umfangreichen Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis in die Abendstunden des Montags hin, da die aufwändigen Ermittlungen zur Brandursache durch Spezialkräfte der Polizei erst am Montagnachmittag beendet und das Gebäude für die weiteren Maßnahmen der Feuerwehr freigegeben werden konnten. Um Zugang zu den einzelnen Glutnestern zu bekommen wurden mit einem Bagger schließlich Teile des Dachstuhls entfernt und Brandschutt abgetragen. Von der Bad Schönborner Drehleiter aus wurden immer noch glimmende Überreste von Zwischenwänden entfernt und abgelöscht.

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Text: gei/dim                                                                                                                          

Fotos: tor

Dachstuhlbrand fordert ein Menschenleben

IMG_3508Sein Leben verlor bei einem Wohnhausbrand der Bewohner einer Dachgeschosswohnung in einem Mehrfamilienwohnhaus in Kronau. Die Freiwillige Feuerwehr Kronau wurde über die Feuerwehrleitstelle Karlsruhe kurz nach 1 Uhr in der Nacht zum Sonntag zu einem Wohnungsbrand alarmiert. Es gingen weitere Notrufe ein und die Anrufer meldeten auch, dass noch Personen im Gebäude vermisst wurden. Zur Unterstützung wurde sofort die Freiwillige Feuerwehr Bad Schönborn mit der Drehleiter und später auch mit weiteren Löschfahrzeugen hinzu alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrfahrzeuge an der Einsatzstelle waren die Flammen schon meterhoch über dem Dach des zweigeschossigen Gebäude sichtbar. Bis auf die Bewohner der Dachgeschosswohnung konnten von der Feuerwehr alle Personen gerettet werden. Eine fünfköpfige Familie wurde aus dem brennenden Gebäude geholt und in Sicherheit gebracht. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen in das Gebäude zur Menschenrettung und zur Brandbekämpfung vor. Über die Drehleiter der Wehr aus Bad Schönborn wurde ein weiterer Löschangriff von außen vorgetragen. Unter der Leitung von Kommandant Bernd Eder waren 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit sechs Löschfahrzeugen und einer Drehleiter an der Brandstelle im Einsatz. Mit mehreren Rohren konnte von der Feuerwehr ein Übergreifen des Brandes auf das benachbarte, direkt angebaute Gebäude verhindert werden. Nach dem Ablöschen des Brandes im Dachgeschoss konnte dort ein Bewohner entdeckt und ins Freie gebracht werden. Für diese Person kam jedoch jede Hilfe zu spät. Glücklicherweise befand sich ein weitere Bewohner, der lange Zeit als im Gebäude vermisst galt, zum Zeitpunkt des Brandes nicht in der Wohnung und kam erst im Verlaufe der Löscharbeiten nach Hause.

Die Arbeit des Rettungsdienstes wurde von Jürgen Weber als organisatorischer Leiter geleitet. Neben den Besatzungen von insgesamt sechs Rettungswagen waren der Leitende Notarzt Richard Spörri, eine Notärztin vom Krankenhaus Bruchsal und die Notfallhilfe Mingolsheim vor Ort. Es waren insgesamt zwanzig Rettungsdienstkräfte von DRK und Malteser Hilfsdienst an der Einsatzstelle tätig. Ein Ehepaar und seine drei Kinder wurden vor Ort von den Notärzten und dem Rettungsdienst ambulant versorgt.

Da die Wohnungen in dem Mietobjekt der Gemeinde Kronau nicht mehr bewohnt werden konnten, wurden die geretteten Personen auf Vermittlung der Gemeindeverwaltung bei Bekannten in Kronau untergebracht. Bürgermeister Jürgen Heß war an der Einsatzstelle vor Ort und koordinierte mit Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung die Unterbringung der Obdachlosen. Ebenfalls vor Ort machte sich der stellvertretender Kreisbrandmeister Jürgen Bordt ein Bild von den Tätigkeiten der Rettungs- und Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Malteser und Polizei. 

Die Polizei sperrte die Einsatzstelle mit insgesamt vier Streifenwagen und acht Beamten ab. Die Polizeikräfte kamen aus Bruchsal und vom Revier Bad Schönborn. Der Kriminaldauerdienst übernahm die Ermittlung der Brandursache, die derzeit noch nicht feststeht. An dem zweigeschossigen Gebäude brannte der Dachstuhl komplett aus und die Wohnungen sind nicht mehr nutzbar. Zur Betreuung des unverletzten Mitbewohners der Dachgeschosswohnung und der Einsatzkräfte waren ein Pfarrer als Notfallseelsorger und zwei Fachberater Seelsorger eingesetzt. Kräfte der Feuerwehren Mingolsheim und Kronau wurden im Laufe der Nachlöscharbeiten abgezogen, um nach einem Wasserrohrbruch in der Kronauer Schillerstraße einen massiv überfluteten Keller auszupumpen. Die umfangreichen Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis in die Abendstunden des Montags hin, da die aufwändigen Ermittlungen zur Brandursache durch Spezialkräfte der Polizei erst am Montagnachmittag beendet und das Gebäude für die weiteren Maßnahmen der Feuerwehr freigegeben werden konnten. Um Zugang zu den einzelnen Glutnestern zu bekommen wurden mit einem Bagger schließlich Teile des Dachstuhls entfernt und Brandschutt abgetragen. Von der Bad Schönborner Drehleiter aus wurden immer noch glimmende Überreste von Zwischenwänden entfernt und abgelöscht.

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Text: gei/dim                                                                                                                   

Fotos: tor

Öleinsatz

Die Kronauer Wehr wurde gegen 13.30 Uhr zur Beseitigung einer Ölspur auf der L 555 alarmiert. Beim Kreisverkehr zur Auffahrt auf die BAB 5 Richtung Karlsruhe war aufgrund des Regens das Betriebsmittel weitflächig auf der Fahrbahn verteilt. In Rücksprache mit der Polizei wurde durch diese eine Spezialfirma verständigt, die dann die Beseitigung der Ölspur durchführte.

Intensivtraining zur patientengerechten Rettung

IMG_0457Aufgrund der immer komplexer werdenden Sicherheitstechnik in Fahrzeugen müssen Einsatzkräfte die Rettung von Unfallopfern aus Autowracks immer wieder teilweise neu lernen. So ist unter anderem zu beachten, wo die Gasgeneratoren der vielfach vorhandenen Airbags untergebracht sind, die bei einer Rettung möglichst nicht zerstört werden sollten, um die Insassen und Rettungskräfte nicht zusätzlich zu gefährden. Diese sitzen nicht nur bei jedem Hersteller in den Fahrzeugen woanders, sondern auch bei den unterschiedlichen Modellen eines Herstellers an verschiedenen Stellen. Somit stand am 15.10. zunächst ein Unterrichtsabend auf dem Programm, der den Feuerwehrangehöri­gen die wichtigsten und aktuellsten Aspekte zum Thema vermitteln sollte. Neben grundlegender Vorgehensweisen bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person wies Ausbilder Tobias Röth bei seiner Präsentation auch auf die unbedingt zu beachtende Sicherheitstechnik moderner Fahrzeuge hin, die Feuerwehr und auch Rettungsdienst vor die unterschiedlichsten Fragen und Probleme stellt. So verfügen alle aktuellen Modelle der Fahrzeugindustrie über speziell gehärtete Karosseriestrukturen und Air­bag – Module an verschiedenen markanten Stellen in einem PKW . Diese Module benötigen Sensoren und pyrotechnisch angetriebene Treibgaspatronen an allen möglichen Stellen im Fahrzeug. Jede dieser Patronen hat einen Druck von 250 bar. Des weiteren lassen sich Fahrzeugscheiben auf Grund der heutigen Verbundglastechnik nur sehr schwer und zeitraubend entfernen. Ferner ist der Sitz der Fahrzeugbatterie längst nicht mehr selbstverständlich im Motorraum untergebracht. Manche Fahrzeuge besitzen gar mehrere Batterien. Die Aufteilung der Einsatzstelle in entsprechende Abschnitte war ein weiterer Baustein im theoretischen IMG_0479Teil der Übungseinheit. Im Hinblick auf die patientengerechte Rettung wurde noch auf die Vorgehensweise in enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst eingegangen. Den Abschluss des Theorieblocks bildete ein Schulungsvideo, bei dem verschiedene Unfallszenarien, die entsprechenden Vorgehensweisen und die Verwendung von Geräten und Materialien nochmals im Detail erläutert wurden.

Am nächsten Tag folgte der praktische Teil der Übung, bei dem die Feuerwehrleute dann auf ein Fahrzeug trafen, das auf dem Dach lag. Übungsleiter Tobias Röth legte besonderen Wert auf die Vorgehensweise nach dem Rettungsgrundsatz, Betreuung und Versorgung der eingeklemmten Person, Sicherung des Fahrzeugs durch Unterbauen und durch die Verwendung des Stabilisierungssystems Stab Fast, Organisation der Einsatzstelle und die Handhabung von Rettungsschere und Spreizer in diesem speziellen Fall. Kurze Unterbrechungen dienten dazu, Lösungsmöglichkeiten und konstruktive Hinweise zum weiteren Vorgehen zu geben. Bei den Teilnehmern fand diese Art einer Ausbildungsveranstaltung viel Zuspruch. Jeder hatte die Möglichkeit sein Wissen im Bereich der patientenschonenden Rettung zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Heuballenbrand

Im rückwärtigen Bereich des Sportplatzes stand auf einer Wiesenfläche ein Heuballen im Teilbrand. Dieser konnte zügig mit der Schnellangriffseinrichtung des Tanklöschfahrzeugs abgelöscht werden. Zeugen hatten zuvor Jugendliche in diesem Bereich beobachtet, die sich dann nach Ausbruch des Feuers rasch und lautstark entfernten.

Sperrmüllbrand

Unsanft wurden die Kronauer Floriansjünger gegen 01.45 Uhr aus dem wohlverdienten Schlaf gerissen. In der Kirrlacher Straße brannte eine größere Ansammlung von Sperrmüll in unmittelbarer Nähe zu einem Wohnhaus. Die Einsatzkräfte gingen unter schwerem Atemschutz vor und löschten die brennenden Gegenstände mit der Schnellangriffseinrichtung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehrleute konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus verhindert werden. Während den Löscharbeiten musste der Sperrmüll immer wieder auseinandergezogen und einzelne Glutnester abgelöscht werden. Aufgrund der starken Hitzeentwicklung wurden Teile der Fassade und ein Fenster des Wohnhauses stark in Mitleidenschaft gezogen. Dieser Bereich wurde zusätzlich mit der Wärmebildkamera kontrolliert, um etwaige Glutnester in der Fassade ausschließen zu können.