Vermutlich hatten Unbekannte Altpapier an einer Bushaltestelle mutwillig in Brand gesteckt. Neben der Kronauer Wehr, die mit zwei Fahrzeugen unter der Leitung von Kommandant Bernd Eder ausgerückt war, war auch ein Streifenwagen des Polizeireviers Bad Schönborn mit zwei Beamten vor Ort. Während die Einsatzkräfte der Feuerwehr den Brand mit der Schnellangriffseinrichtung des HLF 20/16 löschten, nahm die Polizei die Ermittlungen zur Ursache des Feuers auf und dokumentierte den entstandenen Schaden.
Aufgrund der unmittelbaren Gefährdung für die Kinder war ein Wespennest unter einem Dachvorsprung beim Kindergarten zu entfernen. Die Einsatzkräfte schafften sich zunächst einen Zugang zu dem Insektenvolk mit der Steckleiter und betäubten dieses mit einem Spezialmittel. Schließlich wurde das gesamte Nest abgenommen und an einen für die Tiere geeigneten Platz umgesiedelt.
Die Kronauer Wehr wurde zu einem ungewöhnlichen Einsatz alarmiert. Ein Storch hatte sich auf dem Dach der Kirche dermaßen unglücklich mit seinem Hals zwischen Ziegeldeckung und Blitzableiter eingeklemmt, dass er sich aus eigenen Kräften nicht mehr selbst aus dieser lebensgefährlichen Lage befreien konnte. Da mittels Schiebe- oder Steckleiter kein Zugang zu dem verunglückten Vogel geschaffen werden konnte, wurde die Drehleiter von der Abteilung Langebrücken nachgefordert. Durch die vereinten Kräfte von Feuerwehr und eines Vogelfreunds vom Polizeirevier Bad Schönborn wurde das völlig entkräftete Tier aus seiner misslichen Lage befreit und an seinen Besitzer, einem Landwirt aus Bad Schönborn, übergeben.



Bilder: Andreas Henninger
Aufgrund der Auswirkungen des Sturmtiefs “Olivia” stand in der Seestr. ein Keller unter Wasser. Dieses war allerdings bis zum Eintreffen der Feuerwehr wieder gänzlich von selbst abgelaufen. In der Janhstr. musste ein umgestürztes Baugerüst von der Straße entfernt werden. Die umfangreichste Tätigkeit fiel für die Kronauer Wehr in der verlängerten Schillerstr. beim Klärwerk an. Dort waren gleich mehrere Bäume über den Kraichbach gestürzt, so dass sich Wasser und Treibgut anfingen zu stauen. Die Einsatzkräfte entfernten zunächst mit der Motorsäge größere Äste, bevor dann die Stämme mit dem TLF 16 vom Gewässer weg gezogen wurden. Insgesamt war die Feuerwehr Kronau unter der Leitung von Kommandant Bernd Eder über 2 Stunden im Einsatz.
Bei tropischen Nachttemperaturen wurde die Kronauer Wehr gegen 3 Uhr zu einem Umwelteinsatz auf die L 555 bei der Autobahnbrücke alarmiert. Dort hatte ein vermutlich alkoholisierter Wagenlenker beim Befahren des Kreisverkehrs ein Verkehrsschild überfahren und dabei den Unterboden seines Pkw beschädigt, was eine Ölspur von mehreren hundert Metern Länge nach sich zog. Die Einsatzkräfte, die unter der Leitung von Kommandant Bernd Eder ausgerückt waren, streuten zur Beseitigung der Verkehrs- und Umweltgefährdung mit Bindemittel ab. Danach wurde das kontaminierte Material wieder aufgenommen und der fachgerechten Entsorgung zugeführt. Als abschließende Maßnahme des zweistündigen Einsatzes erfolgte nach Absprache mit der Polizei die Reinigung des Streckenabschnitts mittels Löschwasser.
Im aktuellen Haushalt der Gemeinde Kronau, sind unter anderem Mittel für ein Maßnahmepaket zu verschiedenen Sanierungsmaßnahmen am Feuerwehrhaus eingestellt. Darunter fällt auch die Neubeschaffung von Umkleidespinden für die Mitglieder der Einsatzabteilung, aber auch für die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr. Die bisher eingebauten Spinde hatten gute Dienste geleistet, fanden sie doch inzwischen seit über 30 Jahren Verwendung. Nun war es aber an der Zeit, hier etwas Modernes, angepasst an die heutigen Bedürfnisse, anzuschaffen. Weiterhin reichte die bisherige Anzahl aufgrund des enormen personellen Zuwachses in der Einsatz- und Jugendabteilung nicht mehr aus. Im Vorfeld der Beschaffung wurden die alten Schränke in Eigenleistung abmontiert, damit die Kronauer Malerfirma Stork der Fahrzeughalle einen schönen und angenehmen Anstrich geben konnte. Der Farbton geht dabei ins helle Grau, wobei ein roter Balken an allen Wänden das positive Ergebnis abrundet und der gesamten Fahrzeughalle einen optimalen Farbakzent gibt.
Für die Beschaffung der Spinde wurden zunächst mit Firmen diverse Bemusterungstermine durchgeführt, danach erfolgte eine Angebotseinholung, die mit knapp 13.000 Euro die Firma Albert Ziegler aus Giengen als günstige Bieterin hervorbrachte. Bürgermeister Jürgen Heß konnte sich in diesen Tagen von der Neuanschaffung überzeugen und die Feuerwehrschränke offiziell an Kommandant Bernd Eder und damit ihrer feuerwehrtechnischen Bestimmung übergeben. Die Ausführung der Spinde besteht aus stabilem Stahlblech und ist in Feuerwehrrot gehalten. Im Schrank selbst sind neben einem Schließfach und einer Kleiderbügelhalterung mit Schiebehaken ein Doppelschwenkhaken an der Seitenwand sowie eine Feuerwehrhelmhalterung auf dem Dach angebracht. Der Umkleideschrank ist passgenau auf einem Untergestell in grauer Farbe angeschraubt.
Hervorzuheben ist die in Eigenleistung durchgeführte Renovierung des angrenzenden Funkraumes durch die Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung, wodurch Kosten gespart werden konnten.
Text u. Foto: Andreas Henninger