Eine leicht bis mittelschwer verletzte Person und ein Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro sind die Bilanz eines Unfalls, der sich am Dienstagnachmittag gegen 16.15 Uhr auf der K 3575 in Höhe der Einfahrt zum Kronauer Gewerbegebiet ereignete.
Zu dem Unglück war es gekommen, als ein 80-jähriger Senior mit seinem A-Klasse Mercedes die Kreuzung über die K 3575 in Richtung Kieswerk Philipp überqueren wollte und dabei die Vorfahrt eines 49-jährigen Wagenlenkers aus Hambrücken missachtete. Dessen Geländewagen wurde so unglücklich touchiert, dass das Fahrzeug ins Schleudern geriet und schließlich quer auf dem Dach liegend zum Stehen kam. Während der Unfallverursacher keine Verletzungen erlitt, zog sich sein Unfallgegner leichte bis mittelschwere Verletzungen zu. Glücklicherweise konnte sich dieser noch selbst aus dem Fahrzeugwrack befreien. Während der Rettungsdienst die Versorgung des Verletzten übernahm und ihn ins Krankenhaus nach Bruchsal brachte, drehten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kronau, die unter der Leitung von Kommandant Bernd Eder mit vier Fahrzeugen zur Unfallstelle ausgerückt waren, den Opel Frontera wieder auf seine Räder und verhinderten so ein weiteres Auslaufen von Benzin und anderen Flüssigkeiten. Gleichzeitig wurde mit einem C-Rohr und dem HiCafs – Löscher der Brandschutz sichergestellt.Die Polizei war mit sechs Beamten und drei Fahrzeugen vom Revier Bad Schönborn und vom Verkehrsunfalldienst Bruchsal vor Ort. Die Kreisstraße blieb zur Unfallaufnahme etwa eine Stunde lang gesperrt.



Ihren zweiten Tag der offenen Tür veranstaltete am vergangenen Sonntag die Freiwillige Feuerwehr Kronau in und um das Feuerwehrgerätehaus in der Jahnstraße. Zunächst wurde mit einem Blaulicht- und Martinhornkonzert die Veranstaltung standesgemäß „eingeläutet“. Neben dem kompletten Fuhrpark der Kronauer Wehr wurden Fahrzeuge der Feuerwehren Bad Schönborn Langenbrücken und Mingolsheim, Östringen und Odenheim präsentiert. Weiterhin stellte das Technische Hilfswerk aus Waghäusel und das DRK Ortsverein Kronau Fahrzeuge zur Schau. Mit seinem Info-Stand und den dazugehörigen Aktionen wie Blutzucker- und Blutdruckmessen sowie einem Quiz rund um die Erste Hilfe, konnte das Rote Kreuz die Veranstaltung positiv ergänzen.
Gleich zu Beginn der Veranstaltung durfte die Jugendfeuerwehr ihr Können bei einer Übung mit dem neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug unter Beweis stellen. Unter den Augen der stolzen Eltern musste der Kronauer Nachwuchs eine Löschwasserversorgung zur Brandbekämpfung aufbauen. Ein weiteres Highlight war die Bedienung von Feuerlöschern für die Besucher. Mithilfe eines Feuertrainers wurde eine Mülltonne entzündet, wobei jeder sich mit einem Feuerlöscher vertraut machen konnte, um damit den Brand abzulöschen. Neben einem Info-Stand für Rauchmelder wurde auch die aktuelle Kampagne des Deutschen Feuerwehrverbandes – Frauen an den „Brand“-herd beworben. Martin Kackschies vom Kreisfeuerwehrverband und sein Team konnten bei einer eindrucksvollen Brandschutzshow die gefährlichen Tücken des Alltages demonstrieren. Dargestellt wurden unter anderem eine Fettbrandexplosion, der Umgang und die Lagerung von Spraydosen, eine Staubexplosion sowie der Umgang mit Brandschutzdecken und Feuerlöschern. Sichtlich davon beeindruckt war auch Bürgermeister Jürgen Heß der ebenfalls den Verlauf der sehr informativen Brandschutzshow verfolgte. Kommandant Bernd Eder zeigte sich mit dem Tag der offenen Tür sehr zufrieden, gerade weil durch diese Veranstaltungen die Arbeit der Feuerwehren präsentiert werden kann. „Ich danke bei dieser Gelegenheit den vielen Helfern, die eine solche Veranstaltung erst möglich machen“, sagte er am Rande des herrlichen Sommertages.





Text u. Fotos: A. Henninger
Strahlende Gesichter gab es am vergangenen Samstag bei der Kronauer Feuerwehr. Gleich zwei Gruppen hatten sich der Leistungsprüfung in der Stufe Bronze gestellt und diese fehlerfrei abgelegt.
Die Abnahme für den Landkreis Karlsruhe fand in diesem Jahr im Rahmen des 125jährigen Jubiläums der Feuerwehr Oberderdingen statt. Die wesentlichen Punkte für das Erreichen des Leistungsabzeichen in Bronze sind die Zeitvorgaben für einen Löschangriff, die nicht über, aber auch nicht unterschritten werden dürfen. Neben dem Aufbau der erforderlichen Wasserversorgung ist ein Brand zu bekämpfen und eine Person über die Leiter zu retten. Dabei werden die neunköpfigen Gruppen von fünf Schiedsrichtern bewertet.
Die neben den beruflichen Leistungen noch zusätzlich aufgebrachte enorme Zeit zum Einüben der vorgeschriebenen Übungsinhalte nahm für die Kronauer Floriansjünger mit der Verleihung des Leistungsabzeichens in Bronze schließlich ein erfolgreiches Ende. Durch das gemeinsame Üben wird unter anderem auch ein wichtiger Beitrag für die Kameradschaft geleistet. Die Übungen steigern überdies die Einsatzbereitschaft der Wehren und stellen so einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung dar.
Die Einsatzabteilung ist stolz auf ihre Kameradinnen und Kameraden und gratuliert zum Leistungsabzeichen Bronze Christoph Ament, Corina Edinger, Boris Edinger, Martin Engler, Mathias Erck, Boris Heinrich, Marcel Kaiser, Jan Keßler, Dominic Kohl, Ralph Marterer, Bastian Thürnagel, Dennis Thürnagel und Brigitte Strobler.

Am 19.06. wurde die Kronauer Wehr gegen 19.30 Uhr mit dem Alarmstichwort „Rauch aus Gebäude“ zu einem Einsatz in die Benzstraße alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte, die binnen kürzester Zeit mit dem HLF 20/16 ausgerückt waren, konnte bereits keine Rauchentwicklung mehr am oder im Gebäude festgestellt werden. Eine nähere Befragung der Bewohner ergab, dass der Rauch von außen im Bereich des Daches sichtbar gewesen war. Da ein Zugang an die betreffende Stelle von innen nicht möglich war, wurde die Schiebeleiter in Stellung gebracht und Teile der Ziegeldeckung entfernt. Sowohl diese Maßnahme als auch der Einsatz der Wärmebildkamera brachten keinen Erfolg bei der Lokalisierung des vermeintlichen Brandherds. Zudem war weder Glut noch eine Wärmeentwicklung feststellbar. Nach näherer Befragung räumten die Bewohner schließlich ein, zuvor bei Malerarbeiten im Dachgeschoß einen wattstarken Halogenstrahler zu nahe am Holzgebälk platziert zu haben. Tatsächlich konnte im betreffenden Bereich bereits eine Reaktion des Holzes auf die enorme Wärmeentwicklung durch den Strahler festgestellt werden. Durch das Entfernen des Strahlers vor dem Eintreffen der Feuerwehrleute verhinderte der Besitzer selbst ein größeres Unglück.
Am frühen Morgen wurde die Kronauer Wehr um 04.37 Uhr zu einem Einsatz in die Heidigstraße alarmiert. Dort war bei einer Firma für Hubarbeitsbühnen vermutlich aufgrund eines technischen Defekts ein Behälter mit flüssigem Stickstoff Leck geschlagen, so dass dieser verstärkt unter der Bildung von Kältenebel in die Umgebung austrat. Die Einsatzkräfte unter der Leitung von Kommandant Bernd Eder sperrten zunächst aufgrund der unbekannten Lage den Bereich weiträumig ab während ein Atemschutztrupp zur näheren Erkundung vorging. Da eine Abdichtungsmaßnahme ohne Spezialwerkzeug nicht möglich war und zu keiner Zeit Gefahr für Mensch oder Umwelt bestand, lies man den Stickstoff nach Rücksprache mit der Polizei und der zuständigen Fachfirma durch das Leck kontrolliert bis zur vollständigen Entleerung ausströmen.
Als erschwerend für die Einsatzkräfte erwies sich das Fehlen eines Feuerwehrplans und eines Ansprechpartners. Dies ist aber in solchen Fällen, bei der Gebäudegröße und gar zu der Tageszeit unbedingt erforderlich. Der Feuerwehrplan dient den Einsatzkräften der schnellen Orientierung im bzw. am Gebäude. Er gibt Aufschluss über Angriffswege, Löscheinrichtungen und Gefahrenschwerpunkte sowie Brandlasten.
Aufgrund einer Veranstaltung (Primizfeier) wurden Absicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Amtshilfe für den Rettungsdienst beim Transport einer Patientin.
Mit den Worten des irischen Schriftstellers Oscar Wilde „Großzügigkeit ist das Wesen der Freundschaft“ versehen, war die fast einen Meter große Nachbildung des Schutzpatrons der Feuerwehren, der heilige Sankt Florian, die die polnischen Kameraden als Gastgeschenk an Bürgermeister Jürgen Heß und Kommandant Bernd Eder übergaben. Etwas mehr als 25 Jahre bis zur Indienststellung des neuen HLF 20/16 vergangenen Dezember, leistete der Mercedes-Benz Sonderkraftwagen mit dem Kennzeichen KA-E 9426 treue Dienste als Einsatzfahrzeug bei der Freiwilligen Feuerwehr Kronau. Die Einsegnung fand seinerzeit am 24. Juni 1984 statt. Jetzt nahmen ihn seine neuen Eigentümer aus der polnischen Kleinstadt Grebocice / Kwielice, etwa 750 Kilometer von Kronau entfernt, in Empfang. Dabei ist zu erwähnen, dass der Ortsteil Kwielice nur knapp 400 Einwohner zählt wovon 30 Einwohner aktiv in der Feuerwehr ihren Dienst verrichten. Außerdem zählen die Jugendfeuerwehr 20 Aktive und der Fanfarenzug sogar 45 Mitglieder.
Mit gerade mal 22.000 Kilometer auf dem Tacho und über all die Jahre bestens gewartet, wechselt das Fahrzeug für den symbolischen Preis von einem Euro ins östliche Nachbarland, um dort noch einige Zeit seinen Dienst zu versehen. Der Deal kam auf Wunsch des Bürgermeisters mit Zustimmung des Gemeinderates zustande, wobei sich Bürgermeister Jürgen Heß den Kontakten von Rudolf Dieterle, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, bediente. „Es war mir wichtig, dass das Fahrzeug auch zukünftig als Einsatzfahrzeug Verwendung findet, anstatt von einem Bastler in ein Wohnmobil oder ähnliches umgebaut zu werden“, gab das Ortsoberhaupt bei der Feierstunde zu verstehen.
Kreisbrandmeister Thomas Hauck lobte die Aktion der Gemeinde. „Feuerwehrkameraden gibt es auf der ganzen Welt“. In die gleiche Kerbe schlug Verbandsvorsitzender Rudolf Dieterle, der die Fäden nach Polen knüpfte und diese gute Sache möglich machte. Kommandant Bernd Eder und seine Stellvertreter Martin Engler und Bruno Edinger, Altersobmann Günter Kühner sowie mehreren Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung, übergaben dann zusammen mit Bürgermeister Jürgen Heß an den polnischen Kommandanten Miroslav Prus symbolisch die Fahrzeugschlüssel. Einen Dienstmützentausch der beiden Kommandanten rundete die Feierstunde ab, ehe sich die polnische Delegation imbissgestärkt und mit einem Wappenteller der Gemeinde Kronau bepackt, mit dem „neuen“ Fahrzeug auf den Weg in die mehrere Stunden entfernte Heimat machte. Diese Feierstunde ging bei allen Anwesenden unter die Haut. Die Kronauer Feuerwehr gab ein Fahrzeug an bisher völlig unbekannte Kameraden aus Polen, für die das LF8 noch gute Dienste leisten wird. Bei der Verabschiedung wurden der Delegation die besten Wünsche für gute Einsätze und eine sicher Fahrt mit auf den Weg gegeben. Zwei Anwesende Dolmetscher hatten viel zu übersetzen. Ein Austauschbesuch wurde eifrig diskutiert. Die Feuerwehren Kronau/Deutschland und Kwielice/Polen werden künftig einen engen Austausch pflegen.

Text u. Foto: Andreas Henninger
Am 15.06. konnte Kommandant Bernd Eder die Begrüßung bei einem ganz besonderen Termin übernehmen. Die Erzieherinnen des Kindergarten Johannes Bosco unter der Leitung von Doris Stritzky waren bei der Feuerwehr zu Gast. Anlass war die bei der letzten Räumungsübung im Kindergarten vereinbarte Brandschutzschulung für die Erzieherinnen. Im theoretischen Teil referierte Ausbildungsprofi Tobias Röth mit Hilfe einer selbst erstellten Präsentation über den Beamer über Themen wie Rechtsgrundlagen, vorbeugenden Brandschutz, Rauchmelder, Brandklassen und entsprechende Löschmittel, Arten von Feuerlöschern sowie deren Funktionsweise und Handhabung und das Verhalten bei einem Brandfall im Kindergarten. Den praktischen Teil übernahm der stellvertretende Kommandant Martin Engler, wobei hier der Schwerpunkt auf den Umgang mit einem Feuerlöscher gelegt wurde. Beim Ablöschen eines in der Brandwanne entzündeten Feuers konnten die Erzieherinnen das zuvor erlernte Theoriewissen praktisch trainieren. Besonderes Highlight dabei war die Bedienung des HiCafs Hochdrucklöschers, der sogar bei kleineren bis mittleren Pkw-Bränden Anwendung findet. Bei der abschließenden Gesprächsrunde bedankten sich die Erzieherinnen für die lehrreiche Schulung und überreichten dabei ein kleines Präsent.


Aufgrund einer Veranstaltung (Kraichgau Challenge) wurden Absicherungsmaßnahmen durchgeführt.