Die Feuerwehren in Deutschland sind sieben Tage in der Woche, 24 Stunden für die Bevölkerung einsatzbereit und sorgen für die Sicherheit der ganzen Bevölkerung. Dabei werden Brände gelöscht, technische Hilfeleistungen durchgeführt sowie oftmals Menschen und Tiere gerettet. Selbstverständlich bergen Einsätze auch Risiken für die Feuerwehrleute um Kommandant Bernd Eder. Unfälle im Einsatz, auch mit tödlichem Ausgang, können jederzeit vorkommen. Um das Risiko für die Feuerwehrangehörigen so gering wie möglich zu halten, gelten für die Kommunen als Feuerwehrträger strenge Vorgaben und Verordnungen zur Gerätesicherheit. So stand in diesen Tagen die wiederkehrende Prüfung an Fahrzeugen und Gerät der Freiwilligen Feuerwehr Kronau an. Fahrzeuge und Ausrüstung unterliegen ständig starken Belastungen, genauso wie hydraulische Rettungsgeräte oder Pumpen, die regelmäßige Funktionsprüfungen benötigen, um im Ernstfall zuverlässig einsatzbereit zu sein. Die Grundlage für die Checks bildet die Feuerwehrgeräteprüfordnung, welche eine Prüfung alle drei Jahre vorschreibt.
Die beiden Gerätewarte, Vizekommandant Bruno Edinger und Dominik Kohl, hatten alle Hände voll zu Tun, als sie in diesen Tagen Prüfingenieur Norbert Kissel von der Feuerwehrprüfstelle des TÜV Süd assistierten. Zu prüfen waren sämtliche Fahrzeuge, hydraulische Rettungsgeräte, Stromaggregate und auch die auf den Fahrzeugen eingebauten Pumpen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Keinerlei Beanstandungen waren zu verzeichnen, was natürlich auch auf die akribische Arbeit der Gerätewarte, die sich das ganze Jahr über zu unzähligen Arbeitseinsätzen treffen, zurückzuführen ist. Dabei fallen nicht nur fahrzeugspezifische Arbeiten an, sondern zum Beispiel auch die Durchführung von Leiter-, Schlauch- und Geräteprüfungen, die lückenlos zu dokumentieren sind. Außerdem werden nahezu alle kleineren Fahrzeugreparaturarbeiten in Eigenleistung ausgeführt, was den Haushalt der Gemeinde Kronau enorm entlastet.
Text u. Fotos: Andreas Henninger
18 Frauen und Männer der Feuerwehren Bad Schönborn, Kraichtal, Kronau, Östringen, Kirrlach, Rheinsheim und Rheinhausen beendeten am vergangenen Samstag die zeitintensive Grundausbildung während der letzten Wochen in Wiesental.
Nachdem am frühen Morgen die theoretische Prüfung erfolgt war, mussten die angehenden Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner ihr erlerntes Können in der Praxis unter Beweis stellen. Dies war an mehreren Stationen und bei einer Einsatzübung zu absolvieren. Das richtige Stellen von Leitern, Erste Hilfe, Knoten und Stiche, Personenrettung aus einem PKW und Menschenrettung von einem Dach – dies alles konnte den Ausbildern, Kommandanten und Gästen nach wochenlangem Üben vorgeführt werden.
Eine ganze Woche war allein dem Thema Erste Hilfe gewidmet, wobei die vermittelten Inhalte weit über eine „normale“ Erste Hilfe – Ausbildung hinausgehen und in etwa einer Sanitäter A – Ausbildung gleichkommen. Bereits Mitte April ging es mit dem umfangreichen Lehrgang los. An zehn Abenden von 19 Uhr bis 22 Uhr und an vier Samstagen von 8 Uhr bis 15 Uhr wurden den Teilnehmern die Grundlagen und das Basiswissen durch das Ausbilderteam des Unterkreises Lußhardt anschaulich und praxisnah vermittelt. Mit viel Interesse verfolgten die Teilnehmer Themen wie z.B. Rechtsgrundlagen, Vorträge über Brennen und Löschen, Verhalten bei Gefahren sowie vorbeugendem Brandschutz. Ihre praktischen Fähigkeiten konnten sie unter anderem bei der Fahrzeug- und Gerätekunde, Rettung aus Gefahrenbereichen, Löscheinsätzen, Steigübungen an der Steckleiter und der technischen Hilfeleistung trainieren. In den nächsten zwei Jahren können die jungen Frauen und Männer bei ihren Feuerwehren das Wissen und Können weiter ausbauen und danach den Lehrgang „Truppmann“ endgültig abschließen. Dann sind die jungen Feuerwehrleute soweit fit, dass sie auf den nächsten Lehrgang „Truppführer” gehen und ihre Kenntnisse weiter vertiefen können.
In ihren Ansprachen beim Abschlusstag am Samstag gratulierten der Unterkreisführer Klaus Steinle und der Lehrgangsleiter Franz Gäng den Feuerwehrleuten. Klaus Steinle sprach bei seiner Rede diverse Aspekte an, die die Kronauer Wehr mit ihren Lehrgangsteilnehmer bereits erfüllt hat: Integration, Frauen bei der Feuerwehr und Quereinsteiger. Zudem erreichten die Kronauer Teilnehmer vier Mal die volle Punktzahl und eine weitere sehr gute Leistung bei der theoretischen Prüfung.
Die Einsatzabteilung gratuliert den fünf Kronauer Feuerwehrleuten Corina Edinger, Brigitte Strobler, Ibrahim Güngör, Boris Edinger und Bastian Thürnagel zu ihrem hervorragenden Ergebnis und damit natürlich auch zum erfolgreich absolvierten Lehrgang.
Vollalarm für die Einsatzabteilung am vergangenen Freitag um kurz vor 19 Uhr. Die Leitstelle in Karlsruhe meldete einen Wohnungsbrand in der Kirchstraße mit dem Zusatz „Menschenleben in Gefahr.“
Dieses Szenario kann für die Feuerwehrleute täglich zur Realität werden. Deshalb nutzte die Kronauer Wehr nun ein in der Nähe des Rathauses gelegenes und leer stehendes Wohnhaus für eine praxisnahe Übung. Den Einsatzkräften sollte eine realistische Möglichkeit gegeben werden, das richtige Vorgehen in diesem speziellen Fall zu trainieren. Gruppenführer Tobias Röth hatte die Übung zeitintensiv vorbereitet und großen Wert auf die Sicherheit aller Beteiligten gelegt. So wurden beispielsweise Räume mit maroder Holzkonstruktion im Voraus gesperrt.
Kurz nach 19 Uhr rückte der Einsatzleitwagen mit Kommandant Bernd Eder zur naheliegenden Einsatzstelle aus. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug unter dem stellvertretenden Kommandanten Bruno Edinger sowie das Tanklöschfahrzeug unter Gruppenführer Rudi Marterer folgten unmittelbar danach. Da sich das Gebäude in direkter Nähe zur Haupt- bzw. Kirrlacherstr. befand, wurde nach dem Abstellen der Fahrzeuge zunächst weiträumig abgesperrt, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Währenddessen hatte sich der erste Trupp unter schwerem Atemschutz schon Zugang zum Objekt verschafft und mit der Personensuche begonnen. In dem durch eine Nebelmaschine verrauchten Haus herrschte zunächst Nullsicht, was den Atemschutzgeräteträgern die Realität des Innenangriffs näher brachte: Keine Sicht, laute Geräusche, Abtasten und Durchsuchen der Umgebung und dabei noch seinen Kameraden nicht zu verlieren. Da die Treppe ins Obergeschoss einsturzgefährdet war, wurde im weiteren Verlauf der Übung ein Rettungsweg aus dem verrauchten Gebäude mittels der Steckleiter geschaffen. Während ein Atemschutztrupp eine vermisste Person auf diesem Weg in Sicherheit brachte, löschte der zweite Trupp das Feuer und schaffte Lüftungsöffnungen. Zur Lokalisierung der Brandstelle im dichten Rauch kam dabei auch die Wärmebildkamera zum Einsatz. Ein dritter Atemschutztrupp rettete eine verunfallte Person aus dem Erdgeschoss und brachte eine noch nicht mit Feuer beaufschlagte Gasflasche aus dem Gefahrenbereich. Mit dem Hochdrucklüfter wurde das Gebäude schließlich rauchfrei gemacht.
Bei der anschließenden Besprechung waren alle Beteiligten, vor allem aber die Atemschutzgeräteträger begeistert, unter derart realistischen Bedingungen zu trainieren.
„Es brennt in der Lehrküche der Erich Kästner Schule in Kronau“, mit diesem Satz setzte Rektor Bernd Merklinger einen Riesenapparat in Bewegung, als er bei der Feuerwehr-Leitstelle Karlsruhe gegen 9.55 Uhr am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt seinen Notruf absetzte. Im gleichen Atemzug erklang bereits die Sirenenanlage der Schule, um den Lehrerinnen und Lehrern den Feueralarm – alle Klassen müssen das Gebäude verlassen- zu signalisieren. Was war geschehen? In der Küche war aus unbekannten Gründen ein Feuer ausgebrochen. Nach dessen Entdeckung durch den Rektor flüchtete dieser in das Obergeschoss um im HTW-Raum sicheren Unterschlupf zu finden. Ein Rückzug über das Treppenhaus war allerdings ohnehin nicht mehr möglich, da es recht schnell verqualmt war. Alarmiert durch die Leitstelle öffneten sich die Rolltore im nahen Feuerwehrhaus. Die Mannen um Feuerwehrkommandant Bernd Eder rückten mit Blaulicht und Sirene zur Einsatzstelle aus. Beim Eintreffen drang bereits dichter Qualm aus einem Fenster. Durch Konrektorin Liane Blank erhielt Bernd Eder die ersten Informationen, um seine Leute entsprechend zu instruieren. Die Durchsicht aller Klassenbücher zeigte, dass alle, bis auf Einen, vollzählig auf dem angrenzenden Sammelplatz angekommen waren. Wer fehlte, war Rektor Bernd Merklinger. Die „Rektorenrettung“ wurde unter viel Jubel der evakuierten Schülerinnen und Schüler durch die parallel alarmierte Drehleiter der Feuerwehr Bad Schönborn durchgeführt. Ein Trupp drang unter Atemschutz in das verrauchte Gebäude vor, um nach weiteren Personen zu suchen, gleichzeitig wurde die Löschwasserversorgung zur Brandbekämpfung aufgebaut. Bürgermeister Jürgen Heß machte sich ein Bild von der jährlich durchzuführenden Räumungsübung. „Für die Feuerwehr sind solche Übungseinheiten von großem Vorteil. Sie tragen dazu bei, eventuell erforderliche Nachbesserungen in den Feuerwehrplänen für das Schulgebäude aufzudecken“, sagte er am Rande der Veranstaltung.
„Aber nicht nur die Erich Kästner Schule profitiert von diesen Übungen, sondern auch die Mitglieder der Einsatzabteilung. Im Ernstfall ist das Schulhaus nämlich kein unbekanntes Objekt mehr“, so Kommandant Bernd Eder. „Ich bin froh über den guten Übungsverlauf“, teilte Rektor Bernd Merklinger im Anschluss an die Übung mit. „Wir werden jetzt schulintern diese Übung nochmals aufarbeiten, um die Ergebnisse anschließend mit der Freiwilligen Feuerwehr und der Gemeinde als Schulträger zu besprechen“, resümierte Bernd Merklinger und freute sich bereits heute auf die nächste Räumungsübung zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Kronau.
Text u. Fotos: Andreas Henninger
Gerade als sich die Kronauer Feuerwehrleute nach der Waldbrandübung am 1. Mai beim Waldfest der Feuerwehr Weiher stärkten, alarmierte sie die Leitstelle in Karlsruhe zu einem vermeintlichen Gartenhüttenbrand beim Autobahnzubringer an der L 555. Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge waren jedoch weder Feuer noch Rauch zu sehen. Nach der Rückmeldung des Fehlalarms an die Leitstelle durch Kommandant Bernd Eder konnte man dann endlich bei den Kameraden in Weiher das wohlverdiente Mittagessen zu sich nehmen.
Aus bislang unbekannter Ursache kam es auf dem Gelände des Recyclinghofs zu einem kleineren Feuer in einem Reisighaufen. Dieses wurde mit einem C – Rohr abgelöscht.
Aufgrund einer Veranstaltung wurde ein Brandsicherheitswachdienst durchgeführt.
Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Kronau zeigt sich seit einigen Tagen komplett im neuen Erscheinungsbild, was auf die Restbeschaffung der Einsatzuniformen zurück zu führen ist. Bereits im vergangenen Jahr wurden aus Kostengründen lediglich die Atemschutzgeräteträger mit dem neuen Modell der Firma Albert Ziegler aus Giengen ausgestattet. Die Beschaffung für die restlichen Kameradinnen und Kameraden wurde, aufgrund der knappen Haushaltsmittel um eine Jahr verschoben. Bürgermeister Jürgen Heß und Kommandant Bernd Eder legten damals zunächst Wert darauf, dass die an vorderster Front eingesetzten Kräfte, nämlich die Atemschutzgeräteträger, einen optimalen Schutz haben. Die Neubeschaffung war aufgrund fehlender Warn- und Schutzwirkung der vorhandenen Kleider des Typs Baden-Württemberg „90“ notwendig. Dabei wurde auf den gleichen Typ wie bereits im Jahr 2009 beschafft, zurück gegriffen. Das Modell „Flame Fighter“ entspricht der Feuerwehrschutzkleidung nach Europanorm 469 in der in Deutschland üblichen Ausführung in dunkelblauer Farbe mit gelben Leuchtstreifen. Insgesamt wurden für die Sicherheit der Einsatzkräfte nochmals fast 6.000 Euro investiert. „Ich bin froh, dass wir im Rahmen des aktuellen Haushalts die restlichen Mitglieder der Einsatzabteilung auf diese Einsatzjacken umstellen konnten“, teilte Bürgermeister Jürgen Heß mit. „Meinen besonderen Dank möchte ich der Feuerwehrführung um Kommandant Bernd Eder aussprechen. Es gab zu keinem Zeitpunkt Diskussionen darüber, dass wir wegen der angespannten finanziellen Mittel im vergangenen Jahr, zunächst nur einen Teil der Einsatzabteilung umkleiden konnten“, so Jürgen Heß abschließend.
Viel Spaß hatten die Kinder der 3. Klassen der Erich Kästner Schule, der Karl-Berberich-Schule und der Ludwig-Guttmann-Schule, als sie ihren Mensch-Natur-Kultur-Unterricht (MeNuK) bei herrlichen Frühlingswetter kurzerhand in und ums Kronauer Feuerwehrhaus verlegten. Der Unterrichtsstoff hieß „Brandschutzerziehung“ und die Mannschaft um den Vizekommandanten Martin Engler durfte über sechzig Kinder mit ihren Lehrerinnen und Lehrern begrüßen. Wie umfangreich das Thema sein kann, wurde zunächst im Schulungsraum der Feuerwehr an diversen Beispielen gezeigt. Hierzu erfolgte eine eigens für diese Zwecke erstellte Computer-Präsentation. Besonders die Verdeutlichung verschiedener Brandherde im Haushalt und die Gefahren, die von elektrischen Geräten ausgehen können, standen im Vordergrund. Die Feuerwehr sensibilisierte die gespannt zuhörenden Kinder, was beim Entdecken eines Brandes in der elterlichen Wohnung alles beachtet werden muss. Und dazu gehörte insbesondere auch das Absetzen eines Notrufes bei der Feuerwehr. Martin Engler zeigte den Kindern wie ein Notruf aussehen muss. Dabei kamen auch die sogenannten fünf „W“ – Wo? Was? Wie viel? Welche? Und Warten auf Rückfragen zur Sprache. Letztgenannter Punkt ist einer der Wichtigsten, da es sein kann, dass die Feuerwehrleitstelle einige Rückfragen zum Notruf hat. Die Kinder durften das ganze dann auch live am Telefon ausprobieren. Dabei wurde ein Gespräch simuliert und zum Erstaunen aller, meldete sich am anderen Ende ein Mitarbeiter der Feuerwehrleitstelle und so gesehen, hatte das ganze für alle Anwesenden einen wirklichkeitsnahen Charakter. Das Szenario wurde durch einen komplett ausgerüsteten Feuerwehrmann abgerundet, danach stand die Praxis im Vordergrund.
Angekommen in der Fahrzeughalle wurde das Aushängeschild der Kronauer Feuerwehr, das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug, den Drittklässlern vorgestellt und viele Fragen dazu beantwortet. Danach ging es auf den benachbarten Festplatz. Dort wurde die Funktion von Feuerlöschern erläutert und jeder konnte diese dann auch noch ausprobieren. Bei einer nassen Dusche mit dem Löschschlauch konnten sich die eifrig zuhörenden Kinder etwas abkühlen und bei einer frischen Brezel sowie einem kühlen Getränk stärken. Eine ganz besondere Überraschung hatte die Freiwillige Feuerwehr noch in petto, denn jedes Kind erhielt aus den Händen von Kommandant Bernd Eder eine Teilnahmeurkunde, bevor alle mit den Feuerwehrfahrzeugen mit Blaulicht und Sirene bis vor das Schulgebäude gefahren wurden.


Text u. Bilder: Andreas Henninger