Training mit hydraulischem Rettungsgerät
Ein Verletzter liegt eingeschlossen in seinem Auto, das sich überschlagen hat und auf der Seite liegen geblieben ist. Nachdem sie es gegen ein Umkippen gesichert haben, betreut ein Feuerwehrmann den eingeklemmten Fahrer und erklärt ihm genau, was die Retter mit dem hydraulischen Rettungsgerät gerade machen. Diese öffnen mit der Rettungsschere das Dach, um den Verletzten möglichst schonend aus dem Wagen befreien zu können.
Es ist kein schwerer Unfall, bei dem die Kronauer Feuerwehrleute hier ein Auto zerschneiden. Über zwei Stunden haben sie am vergangenen Donnerstag bei einer Sonderübung den Umgang mit Schere, Spreizer und verschiedenen Sicherungsmaterialien trainiert. Ausbildungsleiter Bernd Eder wurde dabei von Andreas Heinzinger, der bei einer Fachfirma für Feuerwehrgeräte beschäftigt und selbst Feuerwehrmann ist, unterstützt. Dieser brachte viele Ideen und Anregungen ein, mit denen den Verletzten noch besser geholfen werden kann. So stellte er u.a. das Stabilisierungs- und Abstützsystem „STAB – FAST“ vor, mit dem ein Fahrzeug relativ einfach und schnell auch bei komplizierten Fahrzeuglagen gegen ein Kippen gesichert werden kann.
Ein weiteres Augenmerk lag auf der schnellen und effektiven Hilfe bei einem PKW – Brand. Hier brachte Andreas Heinzinger einen sogenannten „HiCAFS – Löscher“ (High Pressure Compressed Air Foam System) zum Einsatz. Binnen 20 Sekunden war damit ein PKW – Vollbrand gelöscht. Mit der Schnellangriffeinrichtung des Tanklöschfahrzeugs benötigt man hierzu vergleichsweise etwa 5 Minuten bei einem Wasserverbrauch von ca. 250 Litern. Der Hochdruck – Handfeuerlöscher mit dem CAFS – System (am Löschobjekt haftender Schaum) benötigt hierfür 10 Liter Wasser und etwa 0,7 Liter Schaummittel. Das Gerät zeichnet sich aus durch schnelle, einfache Brandbekämpfung, Mobilität und Tragbarkeit, schnelles und leichtes Nachfüllen mit Wasser, Schaummittel und Druckluft, Reduzierung der Rückzündungsgefahr und Wirtschaftlichkeit im Einsatz. Durch eine relativ hohe Wurfweite von bis zu 10 Metern können auch Brände, z.B. beim Abdecken von brennendem Benzin nach einem Verkehrsunfall, auch aus einer sicheren Entfernung bekämpft werden.
Von allen Teilnehmern wurde der Übungsabend als sehr positiv bewertet. Alle haben von dieser Art an Ausbildung profitiert und Neues dazugelernt, was bei zukünftigen Einsätzen mit den vorgestellten Gerätschaften zum Schutz aller Mitbürger aber auch zum persönlichen Schutz der Einsatzkräfte eingebracht werden kann.





