Archiv für November, 2009

Heiße Übung unter Atemschutz

IMG_9810Flotten Schrittes bewegen sich die maskierten Männer auf ei­nem automatisch angetriebe­nen Laufband. Im Hintergrund steigen andere eine nicht en­den wollende Leiter hinauf. Daneben zieht ein weiterer ein an einem Seil befestigtes Ge­wicht mehrmals über eine Rolle in die Höhe. Der Betrachter, der sich vielleicht inmitten der Dreharbeiten zur neues­ten Science – Fic­tion  – Produktion aus Hollywood wägt, irrt ge­waltig. Diese Szenen sind nicht gestellt, son­dern spielen sich regelmäßig auf der Atemschutzübungsanlage des Forschungszentrums bei Karlsruhe ab. Die Kronauer Feu­erwehrkameraden waren angetreten, um die Belastung unter Atemschutz zu proben. Keine angenehme Aufgabe, die die Floriansjünger nicht selten bis an die Grenze ihrer körperli­chen Leistungsfähigkeit treibt.IMG_9811

Zunächst heißt es sich „aufzuwärmen“, wozu auch die beschriebenen Konditionsübungen dienen. Danach durchläuft jeder Atesmschutzgeräteträger in IMG_9849Trupps eine Übungsstrecke, die nur im Kriechgang bewältigt werden kann. Dabei müssen zusätzlich Hindernisse wie enge Röhren und Durchgänge bewältigt werden. Um die körperliche Fitness unter Beweis zu stellen, muss dieses Programm mehrmals hintereinander absolviert werden.

Dieser „Test“ ist bestens dazu geeignet, die Tauglichkeit von Mensch und Technik zu überprüfen. Über diesen jährlichen Belas­tungstest hinaus, den die Feuerwehrdienstvorschrift fordert, werden alle Floriansjünger, die als Atemschutzgeräteträger eingesetzt sind, regelmäßig in dreijährigem Abstand nochmals einem fachärztlichen „Check“ unterzogen, vom Seh- über den Gehör- bis zum Atmungs- und Kreislauftest.

Dass die Kronauer Wehr bei den Atemschutzgeräteträgern bestens aufgestellt ist und auch die „alten Hasen“ zusammen mit den „Jungen“ ihren Mann stehen beweist die Altersspanne der Teilnehmer der Belastungsübung. Vom jüngsten Teilnehmer mit 21 Jahren bis zum Ältesten mit 58 Jahren liegen immerhin 37 Jahre Altersunterschied.

Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Kronau

Hohes Leistungsvermögen und hervorragende Zusammenarbeit mit Bad Schönborn

Retten – Löschen – Bergen – Schützen, eine mustergültige Demonstration all dessen konnten die Wehrfrauen und –männer um Kommandant Bernd Eder und die zur Unterstützung gerufenen Feuerwehrkameraden der Abteilungen aus Mingolsheim und Langenbrücken bei der diesjährigen Jahreshauptübung in Kronau abliefern.

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Übungsobjekt war das Rathaus. Das Szenario sah vor, dass sich bei Schweißarbeiten im Keller gelagerte Kunststoffteile entzündet hatten. Der folgende Schwelbrand mit sehr starker Rauchentwicklung hatte wegen einer blockierten Brandschutztür das gesamte Gebäude bis in das dritte Obergeschoss verqualmt. Da die Fluchtwege über das Treppenhaus nicht mehr begehbar waren, hatte die alarmierte Feuerwehr eingeschlossene Personen zu retten und Verletze zu bergen. Daneben galt es, das Feuer zu bekämpfen und das Gebäude zu entrauchen.

Zahlreiche Zuschauer, darunter etliche Mitglieder des Kronauer Gemeinderats konnten den Einsatz von Atemschutz- und Löschtrupps verfolgen. Mittels einer Schiebeleiter wurden Personen aus dem zweiten Obergeschoss befreit. Der Einsatz der Bad Schönborner Drehleiter ermöglichte die Rettung der Eingeschlossenen aus dem Dachgeschoss des vierstöckigen Gebäudes. Das Übungsgeschehen wurde von Feuerwehrmann Tobias Röth für die Zuschauer kommentiert.

Bei der anschließenden „Übungskritik“ im Feuerwehrhaus sprach Bürgermeister Jürgen Heß von einem beeindruckenden Beweis des Leistungsvermögens der Rettungskräfte. Nicht minder beindruckt war er von der Zusammenarbeit mit den Floriansjüngern aus Bad Schönborn. Nicht nur bei Übungen unterstützen sich aber die Wehren aus Kronau und der Doppelgemeinde gegenseitig, wie die jüngst neu aufgelegten Alarm- und Ausrückeordnungen beider Gemeindefeuerwehren belegen. „Für eine maximale Einsatzbereitschaft und Schlagkraft ist eine solche Zusammenarbeit in beiden Gemeinden unverzichtbar, wie zurückliegende Einsätze bewiesen haben“, so Jürgen Heß.

Nicht nur den Übungsbeteiligten aus beiden Gemeinden sprach er Anerkennung und Dank aus. Ebenso dankte er den Gemeinderäten dafür, dass sie hinter ihrer Feuerwehr stehen und beträchtliche Investitionen zur Ausstattungsoptimierung, insbesondere die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs ermöglichen. Auch die Angehörigen der Jugendfeuerwehr und deren Eltern bedachte das Ortsoberhaupt mit Lob, genauso wie er sich bei der Altersmannschaft der Kronauer Feuerwehr für Rat und Tat und ihre Aufbauleistung bedankte.

Bürgermeisterstellvertreter Bernhard Weckemann aus Bad Schönborn unterstrich in seiner Rede ebenfalls die Zusammenarbeit beider Gemeindefeuerwehren.

Fachliches Lob kam vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Klaus Mayer und Unterkreisführer Harald Hendel. Das Zusammenspiel der Wehren und der beteiligten Kommandanten Bernd Eder (Kronau), Frank Dochat (Gesamtkommandant Bad Schönborn), Volker Bender (Abteilung Mingolsheim) und Erik Dammert (Abteilung Langenbrücken) sowie die Übungsdarstellung und -kommentierung und die Menschenrettung per Schiebeleiter seien neben einem fehlerfreien Übungseinsatz besonders zu erwähnen.

Feuerwehrkommandant Bernd Eder gab noch ein besonderes Highlight bekannt. Dank der engen Zusammenarbeit mit der Tauchschule „Seahorse“ am Althäuser See verfügt die Kronauer Feuerwehr ab sofort über acht voll ausgebildete Rettungstaucher nebst zugehöriger Ausrüstung. Wie Bernd Eder und Taucher Guido Weber versicherten, seien daher künftig auch spezielle Rettungs- und Bergungseinsätze an und in den Kronauer Seen kein Problem.

Kein Problem stellte auch die hervorragende Verpflegung der hungrigen Einsatzkräfte und Gäste für das Team um Albin Zimmermann dar.

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Text: Armin Einsele               Bilder: Andreas Henninger
   

Feuerwehren übten in Kurklinik

Ein schlimmeres Szenario kann man sich für die Feuerwehr in einer Kurgemeinde kaum vorstellen: in einer Klinik kommt es zu einem Großbrand, bei dem vielen Patienten der Fluchtweg von Feuer und Rauch abgeschnitten wird.

Dieser Herausforderung stellten sich in Mingolsheim rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Schönborn, Kronau und Östringen zusammen mit Helfern des Roten Kreuzes.

Gleich an zwei Stellen in der Gotthard-Schettler-Klinik sollte durch Brandstiftung ein Feuer ausgebrochen sein. Zum einen sollte im Heizkeller im zweiten Untergeschoss der Klinik ein erster Brand gelegt worden sein. Wenig später wurde im zweiten Obergeschoss in einem Flur mit Patientenzimmern ein weiteres Feuer gelegt. Die Einsatzkräfte standen so vor der Herausforderung, neben der Brandbekämpfung und der Rettung des technischen Personals im Keller auch eine größere Zahl von Patienten retten zu müssen. Da schnell klar war, dass dies nicht mit den Kräften der beiden Abteilungen Mingolsheim und Langenbrücken nicht zu schultern war, wurde auch die Feuerwehr Kronau alarmiert. Beim Aufbau einer Einsatzleitung kam die Führungsgruppe der Feuerwehr Östringen zum Zuge.

Während Atemschutzträger im Keller die beiden Opfer schnell gefunden hatten, musste im Patiententrakt Zimmer für Zimmer durchsucht werden. Die Verletzten wurden dabei über das Treppenhaus und über die Drehleiter in Sicherheit gebracht. Ein Eingeschlossener geriet in Panik und musste mit einem Sprungretter gerettet werden. Gerade das Durchsuchen der Patientenräume in dem vorab mit Kunstnebel verrauchten Flur erwies sich als äußerst aufwändig. Eine große Zahl von Atemschutztrupps drang über das Treppenhaus und eine Fluchttreppe in den verrauchten Bereich vor und rettete die eingeschlossenen Opfer. Dabei musste anhand der Patientenliste der Klinik von der Einsatzleitung fortlaufend abgeglichen werden, wie viele der fast 20 Personen noch vermisst wurden und wer bereits gerettet war. Außerdem spielte die Übungsleitung noch einen Unfall eines Atemschutztrupps ein, der dann ebenfalls gerettet werden musste. Die Verletzten wurden unterdessen von den Helfern der DRK-Bereitschaft Mingolsheim an einem Verletztensammelplatz in der Klinik erstversorgt.

In einer ersten Nachbesprechung erklärte Kommandant Frank Dochat, dass man bei dem Szenario der Großübung bewusst eine große Übungskünstlichkeit in Kauf genommen habe. „Anders ließe sich, gerade bei so guten vorbeugenden Maßnahmen, eine so anspruchsvolle Übung kaum inszenieren“, erklärte der Feuerwehrchef.

Bürgermeister Rolf Müller wie auch der stellvertretende Kronauer Bürgermeister Karl Vetter würdigten die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute und die gute Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinaus. „Die Helfer haben prächtig demonstriert, wie gut interkommunale Zusammenarbeit funktionieren kann“, so Müller. Lob gab es ebenfalls von Prof. Dr. Bernd Fromm, dem ärztlichen Leiter der Klinik.

Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus Mayer würdigte das ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte. Eines der Hauptziele der Übung, die Zusammenarbeit verschiedener Feuerwehren, sei sehr gut erreicht werden. Gleichzeitig hätten die Helfer auch die Chance gehabt, mit dem Objekt besser vertraut zu werden.
Die Erkenntnisse aus dem Übungsablauf sollen nun kurzfristig aufgearbeitet und umgesetzt werden.

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Text u. Bilder: tor

Altersabteilung

Ohne Kameradschaft ist der Feuerwehrdienst undenkbar. Wo zwei Mann zum Innenangriff in ein brennendes Gebäude eindringen, muss sich jeder bedingungslos auf den anderen verlassen können. Das ist keine Frage der Organisation, sondern der menschlichen Einstellung. Die aber kann nicht schlagartig aufhören, wenn die Feuerwehrmänner mit 65 Jahren die gesetzliche Altersgrenze erreichen. In der Altersabteilung werden dann die Kameradschaften durch verschiedene Aktivitäten weiter gepflegt.

Die Altersabteilung ist eine Abteilung innerhalb der Organisation der Feuerwehr. Angehörige der Altersabteilung sind Feuerwehrmitglieder, die aufgrund ihres Alters aus dem aktiven Dienst in der Einsatzabteilung ausscheiden. Auch gesundheitliche Gründe können dazu führen, dass sie ihren aktiven Dienst schon vor dem Erreichen der Altersgrenze beenden müssen. Die Satzungen der Feuerwehren beschreiben die Rechte und Pflichten der Altersabteilung jeweils konkret. Die sozialen Beziehungen untereinander sind ein wesentlicher Faktor dafür, dass aus dem aktiven Dienst ausscheidende Feuerwehrmänner die Feuerwehr nicht verlassen, sondern nur in eine andere Abteilung wechseln. Ihre Erfahrungen und Kenntnisse stehen somit weiter zur Verfügung.

Altersabteilung heißt nicht, dass bei diesen Kameradinnen und Kameraden nichts mehr los ist. Im Gegenteil, denn die Alterskameraden veranstalten nicht nur jeden letzten Mittwoch im Monat eine Zusammenkunft, sondern unterstützen die Feuerwehr auch tatkräftig bei der Ausrichtung diverser Aktivitäten.

Hilfeleistung – Wassereinsatz

Ein Kellerraum eines Wohnhauses stand auf einer Fläche von etwa 10 m² aufgrund eines techn. Defekts der Heizungsanlage unter Wasser. Dieses wurde mit Wassersaugern aus dem Keller befördert.

Hilfeleistung – Person in Not

Aufgrund körperlichen Gebrechens musste eine ältere Frau über ein Fenster und mittels Schleifkorbtrage der Feuerwehr Bad Schönborn ins Freie verbracht werden. Dort wurde die Patientin dann dem Rettungsdienst übergeben.

Brandmeldealarm

Während des Schulsports löste ein fehlgeleiteter Ball die Brandmeldeanlage aus.

Insekten

Aufgrund von erneutem Aufkommen von Wespen wurden die verbliebenen Teile eines Wespennestes entfernt.

Insekten

Da Gefahr im Verzug war wurde ein Wespennest an einem Wohnhaus entfernt.

Insekten

Die unmittelbare Bedrohung durch Erdwespen wurde mit Spezialschaum behoben.