Heiße Übung unter Atemschutz
Flotten Schrittes bewegen sich die maskierten Männer auf einem automatisch angetriebenen Laufband. Im Hintergrund steigen andere eine nicht enden wollende Leiter hinauf. Daneben zieht ein weiterer ein an einem Seil befestigtes Gewicht mehrmals über eine Rolle in die Höhe. Der Betrachter, der sich vielleicht inmitten der Dreharbeiten zur neuesten Science – Fiction – Produktion aus Hollywood wägt, irrt gewaltig. Diese Szenen sind nicht gestellt, sondern spielen sich regelmäßig auf der Atemschutzübungsanlage des Forschungszentrums bei Karlsruhe ab. Die Kronauer Feuerwehrkameraden waren angetreten, um die Belastung unter Atemschutz zu proben. Keine angenehme Aufgabe, die die Floriansjünger nicht selten bis an die Grenze ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit treibt.
Zunächst heißt es sich „aufzuwärmen“, wozu auch die beschriebenen Konditionsübungen dienen. Danach durchläuft jeder Atesmschutzgeräteträger in
Trupps eine Übungsstrecke, die nur im Kriechgang bewältigt werden kann. Dabei müssen zusätzlich Hindernisse wie enge Röhren und Durchgänge bewältigt werden. Um die körperliche Fitness unter Beweis zu stellen, muss dieses Programm mehrmals hintereinander absolviert werden.
Dieser „Test“ ist bestens dazu geeignet, die Tauglichkeit von Mensch und Technik zu überprüfen. Über diesen jährlichen Belastungstest hinaus, den die Feuerwehrdienstvorschrift fordert, werden alle Floriansjünger, die als Atemschutzgeräteträger eingesetzt sind, regelmäßig in dreijährigem Abstand nochmals einem fachärztlichen „Check“ unterzogen, vom Seh- über den Gehör- bis zum Atmungs- und Kreislauftest.
Dass die Kronauer Wehr bei den Atemschutzgeräteträgern bestens aufgestellt ist und auch die „alten Hasen“ zusammen mit den „Jungen“ ihren Mann stehen beweist die Altersspanne der Teilnehmer der Belastungsübung. Vom jüngsten Teilnehmer mit 21 Jahren bis zum Ältesten mit 58 Jahren liegen immerhin 37 Jahre Altersunterschied.













